Vor ~ 2 Wochen schrieb ich einen Artikel über Gloobus, eine Art Quick Look für Nautilus. Damals schrieb ich auch, dass eine gepatchte Version von Nautilus installiert wird. Das muss sein, denn sonst arbeitet Nautilus nicht mit Gloobus zusammen (ob man das programmiertechnisch nicht anders lösen könnte, lassen wir mal außen vor) <—— geht leider nicht, siehe Kommentare
So weit, so gut. Gerade eben kam aber ein Update über die Paketverwaltung, für beide Programme. Allerdings erhielt das Nautilus-Update nicht nur den entsprechenden Patch, um die Zusammenarbeit mit Gloobus zu ermöglichen, nein, es überschreibt den installierten Nautlilus mit einer beschnittenen/vereinfachten Variante.
Diese Variante hat kein Menü und somit sind die viele Funktionen nicht erreichbar, auch ist es nicht möglich, den Dateipfad zu ändern oder die Ansicht zu vergrößern. Hallo? Keine Ahnung, wie die Betreiber zu dieser schwachsinnigen Entscheidung gekommen sind, aber ein PPA ist dazu da, mich mit neuer/in den Standard-Quellen nicht vorhandene Software zu versorgen und zwar nur ein PPA für eine Software. Wenn ich eine beschnittende Nautilus-Version will, dann installier ich mir die selber.
Um wieder auf den originalen Nautilus zu downgraden, geht in eure Paketverwaltung und deinstalliert erst gloobus-preview. Dann wählt ihr die Pakete nautilus, nautilus-data, libnautilus-extension1 sowie libnautilus-extension-dev aus und stellt unter Paket->Version erzwingen “jaunty-updates” ein. Und schmeißt den Gloobus-Eintrag aus eurer sources.list. Community-Seiten wie ubuntuusers.de warnen ja immer vor Fremdquellen, jetzt hab ich am eigenen Leib erfahren warum. Allerdings hat man als Betreiber einer Paketquelle auch eine gewisse Verantwortung, zu der auch gehört, dass man nicht einfach ungefragt Software installiert!
Ein Blogposting der Betreiber zu dem Thema gibt’s auch, dort kann man auch abstimmen, welche Variante in die Quellen soll. Bitte tut dies! Die Gloobus-Quelle ist schließlich in Ubuntu Tweak mit drin, und der arme User, der eigentlich nur eine neue Software ausprobieren wollte, wundert sich warum seine Menüleiste weg ist, ärgert sich und gibt die Schuld Ubuntu oder Linux generell.
#!&$grrrrr
Update: Mittlerweile verfügt die gepatchte Nautilus-Version wieder über eine Menüleiste, desweiteren lässt sich der Dateipfad wieder editieren.
Soweit ich das jetzt verstanden habe war das fehlen der Menüleiste nicht beabsichtigt, sondern nur ein Bug. Wie auch immer, mit dieser Version lässt sich jetzt vernünftig arbeiten, ohne auf Features verzichten zu müssen. Dennoch bin ich der Ansicht, dass man auf der Launchpad-Seite den Anwender über der veränderten Nautilus-Version informieren sollte, mir scheint jedoch, das dafür gar keine Eingabefelder vorgesehen sind…
Egal, falls sich durch meinen Post oben jemand auf den Schlips getreten fühlt (ich war einfach sauer, weil mein Datei-Manager zerschossen wurde), man möge es mir verzeihen









