Veröffentlicht in September 2009

Warnung vor Gloobus-PPA (Update)

Vor ~ 2 Wochen schrieb ich einen Artikel über Gloobus, eine Art Quick Look für Nautilus. Damals schrieb ich auch, dass eine gepatchte Version von Nautilus installiert wird. Das muss sein, denn sonst arbeitet Nautilus nicht mit Gloobus zusammen (ob man das programmiertechnisch nicht anders lösen könnte, lassen wir mal außen vor) <—— geht leider nicht, siehe Kommentare :-(

So weit, so gut. Gerade eben kam aber ein Update über die Paketverwaltung, für beide Programme. Allerdings erhielt das Nautilus-Update nicht nur den entsprechenden Patch, um die Zusammenarbeit mit Gloobus zu ermöglichen, nein, es überschreibt den installierten Nautlilus mit einer beschnittenen/vereinfachten Variante.

Nautilus_minimal

Diese Variante hat kein Menü und somit sind die viele Funktionen nicht erreichbar, auch ist es nicht möglich, den Dateipfad zu ändern oder die Ansicht zu vergrößern. Hallo? Keine Ahnung, wie die Betreiber zu dieser schwachsinnigen Entscheidung gekommen sind, aber ein PPA ist dazu da, mich mit neuer/in den Standard-Quellen nicht vorhandene Software zu versorgen und zwar nur ein PPA für eine Software. Wenn ich eine beschnittende Nautilus-Version will, dann installier ich mir die selber.

Um wieder auf den originalen Nautilus zu downgraden, geht in eure Paketverwaltung und deinstalliert erst gloobus-preview. Dann wählt ihr die Pakete nautilus, nautilus-data, libnautilus-extension1 sowie libnautilus-extension-dev aus und stellt unter Paket->Version erzwingen “jaunty-updates” ein. Und schmeißt den Gloobus-Eintrag aus eurer sources.list. Community-Seiten wie ubuntuusers.de warnen ja immer vor Fremdquellen, jetzt hab ich am eigenen Leib erfahren warum. Allerdings hat man als Betreiber einer Paketquelle auch eine gewisse Verantwortung, zu der auch gehört, dass man nicht einfach ungefragt Software installiert!

Ein Blogposting der Betreiber zu dem Thema gibt’s auch, dort kann man auch abstimmen, welche Variante in die Quellen soll. Bitte tut dies! Die Gloobus-Quelle ist schließlich in Ubuntu Tweak mit drin, und der arme User, der eigentlich nur eine neue Software ausprobieren wollte, wundert sich warum seine Menüleiste weg ist, ärgert sich und gibt die Schuld Ubuntu oder Linux generell.

#!&$grrrrr

Update: Mittlerweile verfügt die gepatchte Nautilus-Version wieder über eine Menüleiste, desweiteren lässt sich der Dateipfad wieder editieren.

nautilus_minimal_menu

Soweit ich das jetzt verstanden habe war das fehlen der Menüleiste nicht beabsichtigt, sondern nur ein Bug. Wie auch immer, mit dieser Version lässt sich jetzt vernünftig arbeiten, ohne auf Features verzichten zu müssen. Dennoch bin ich der Ansicht, dass man auf der Launchpad-Seite den Anwender über der veränderten Nautilus-Version informieren sollte, mir scheint jedoch, das dafür gar keine Eingabefelder vorgesehen sind…

Egal, falls sich durch meinen Post oben jemand auf den Schlips getreten fühlt (ich war einfach sauer, weil mein Datei-Manager zerschossen wurde), man möge es mir verzeihen :-)

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Statement zur Zensur-Debatte

Nach seinem Statement zur Killerspiel-Debatte stellte Karpfenschleuder ein weiteres Video online, indem er seine Meinung zur Zensur-Debatte äußert:

Wer mehr von Karpfenschleuder lesen/hören will, der findet hier seinen YouTube-Kanal, seine Homepage und seinen Twitter-Account.

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Google Sync pusht jetzt auch E-Mails

Im Februar schrieb ich bereits über den Google-Dienst “Google Sync”, mit dem ihr eure Kalendereinträge und Kontakte mit verschiedenen Endgeräten – unter anderem mit dem iPhone – synchronisieren könnt.

Bisher waren Mails von der Funktion ausgenommen – die musste man über IMAP abrufen. Jetzt geht das ganze auch über Google Sync. Einfach das Google Mail Konto im iPhone löschen und im Google Sync Konto den Slider bei Mail setzen:

Google_Sync_Mails

Unterschied? Eure Mails werden jetzt nicht mehr in einem bestimmten Zeitintervall abgerufen (z.B 15 Minuten) sondern ihr bekommt augenblicklich eine Benachrichtigung, wenn ein Mail eintrifft. Push eben.

[via Apfeltalk]

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Schneller scrollen mit QuickScroll 2

Manche iPhone/iPod touch User kennen vielleicht das Problem: Man hat einen langen Text und braucht irgendwas von ganz unten, hat aber keine Lust ewig und drei Tage auf dem Display rumzustreichen. Für Jailbreaker gibt’s allerdings die Software QuickScroll, welche das Problem löst. Mittlerweile ist Version 2 verfügbar. Anders als bei Version 1 muss man sich keine Geste merken, um ein Popup zu öffnen in dem man dann letztendlich scrollen kann. Jetzt werden vertikale und horizontale Scrollbars verwendet, die nach einmaligem Tippen angezeigt werden. Das Programm liegt im BigBoss Repository und besitzt die ID hk.kennytm.quickscroll.

quickscroll2

Unter Einstellungen>QuickScroll lässt sich unter anderem die Funktionalität für einzelne Programme deaktivieren, wie zum Beispiel für das SpringBoard, wo ich die Scrollbalken als störend empfinde.

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Dropbox Guru werden

Kleiner Tipp am Rande: Bei Dropbox könnt ihr ja euren Speicher von den kostenlosen 2 GB auf 5 GB aufrüsten, indem ihr Freunde zu Dropbox einladet. Zusätzlich 250 MB kriegt ihr noch, wenn ihr Dropbox Guru werdet. Dazu einfach die Schritte hier abarbeiten.

Dropbox_GettingStarted

Dann werdet ihr folgende Meldung bekommen:

DropBox_Guru

Komischerweise wird bei mir Schritt 4 nicht als completed angezeigt, obwohl ich ihn durchgeführt habe. Dual-Boot zählt wohl nicht. Egal, ich hab meine 250 MB trotzdem.

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Gloobus – Quick Look für Nautilus

Seit Mac OS X 10.5 “Leopard” verfügt der Dateimanager, der Finder, über ein neues Feature: Quick Look. Man wählt eine Datei aus, drückt die Leertaste und schwupps wird die Datei – welche ein Bild, ein Word-Dokument oder ein Film sein kann – in einem schicken Pop-up Fenster angezeigt – ohne dass das dazugehörige Programm geöffnet werden oder installiert sein muss.

Das Open-Source-Projekt Gloobus möchte diese Funktionalität auch unter Nautilus, dem Standard-Datei-Manager vom GNOME, umsetzen. Im Grunde genommen funktioniert es gleich: Datei selektieren, Leertaste drücken, Datei anschauen. Momentan werden die Dateitypen TXT, PDF, JPG, BMP, GIF, PNG, PSD, MP3, OGG, MPG, WMV und XCF unterstützt.

Wer Gloobus unter Ubuntu installieren möchte, der kann sich die untenstehende Fremquelle hinzufügen und dann das Paket gloobus-preview installieren:

deb http://ppa.launchpad.net/tualatrix/gloobus/ubuntu jaunty main

Der GnuPG-Key (ist derselbe wie von Ubuntu Tweak, wer dieses Programm schon installiert hat braucht ihn nicht mehr hinzuzufügen, da das Gloobus-Repository auch von Tualatrix betrieben wird):

$ sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys 0624A220

Aber Vorsicht: Die Quelle installiert eine neue Version von Nautilus, welcher ein welcher ein fester Bestandteil von GNOME ist. Es könnte also zu Problemen mit Anwendungen kommen, die stark von Nautilus abhängen wie etwa Erweiterungen. Ausgenommen dass man Dropbox neuinstallieren muss, da es sonst den Dienst verweigert, sind mir jedoch noch keine Fehler untergekommen. Dennoch sollte man sich die Installation gut überlegen da Gloobus noch in einem frühen Entwicklungsstadium ist.

Gloobus

Nun zur finalen Frage: Lohnt es sich? Momentan nicht, denn es ahmt zwar Look nach, aber nicht Quick. Soll heißen: Das Teil ist langsam. Sehr langsam. Ein 1,7 MB PDF öffnete sich sogar gar nicht. Da bin ich mit meinem PDF/Bild/Sonstwasbetrachter schneller. Gloobus entwickelt sich aber recht schnell und ich bin sicher, dass sich das in nächster Zeit zum positiven verändern wird. Kompiliert man Gloobus und Nautilus selber, so kann man jetzt schon eine Cover Flow Implementierung aktivieren, welche über das Animationsframework Clutter realisiert wird:

Vielleicht wird Gloobus ja eines Tages Bestandteil von Nautilus sein. Dann haben wir einen schönen Leopard-Finder für GNOME, mit Cover Flow und dem dann hoffentlich quicken Look. Bad Artists copy, good Artists steal ;-)

Edit: Gerade ist eine neue Version von Gloobus in der Aktualisierungsverwaltung erschienen. Die Geschwindigkeit hat sich erheblich verbessert. Wie gesagt, Gloobus wird aktiv weiterentwickelt. :thumbsup für den schnellen Fix!

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Pidgin speichert Passwörter unverschlüsselt

Bekannte Linux-Desktopumgebungen wie GNOME oder KDE bieten ja beide die Möglichkeit an, Passwörter in einem sogennanten Keyring abzulegen, welcher verschlüsselt ist. Pidgin nutzt diese Möglichkeit jedoch nicht:

pidgin_passwoerter

Unter ~/.purple legt Pidgin seine Einstellungen im XML-Format ab – was ja nichts ungewöhnliches ist – leider steht in der Datei accounts.xml das Passwort von jedem in Pidgin eingegebenen Konto im Klartext drin. Besser wäre es, Passwörter wie oben besagt im Keyring abzulegen oder zumindest den Nutzer darauf hinzuweisen. #fail

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iPod touch ohne iTunes unter Linux synchronisieren mit iFUSE und PwnPlayer

Deswegen müssen wir das Programm iFUSE benutzen, welches auf FUSE (Filesystem in Userspace) aufbaut. iFUSE erlaubt nämlich den Zugriff auf den iPod touch via USB. Selbstkompilieren müssen wir iFUSE nicht, da die Entwickler für einige Distributionen Paketquellen aufgesetzt haben. Für Ubuntu 9.04 “Jaunty Jackalope” wäre folgende Repo die richtige

deb http://ppa.launchpad.net/jonabeck/ppa/ubuntu jaunty main

Vor der Installation noch schnell den GnuPG-Schlüssel importieren und die Paketquellen neu einlesen:

$ sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com F0876AC9
$ sudo apt-get update

Dann kann es auch schon losgehen:

$ sudo apt-get install ifuse

Damit iFUSE und allgemein FUSE funktioniert, muss der aktuelle User Mitglied in der Gruppe fuse sein:

$ sudo adduser $USER fuse

Gegebenenfalls muss man jetzt noch einen Reboot durchführen. Nach einem Anschließen des iPods sollte er automatisch unter /media/iPod gemountet werden:

iPod_iFUSE

Im Ordner Music schmeißen wir jetzt unsere Musik rein, und in Playlists die Playlisten. Ich versuch grad Banshee zu verklickern, /media/iPod als MP3-Player zu erkennen, damit man nicht alles manuell machen muss. Wenn jemand weiß wie das geht, raus damit :)

Schließlich ist nur noch die Installation des Programms Pwn Player Lite (Achtung: der “normale” PwnPlayer funktioniert noch nicht unter OS 3.0) durchzuführen. Sollte der Pwn Player Lite nicht starten, so müssen die Konfigurationsdateien unter ~/Library/PwnPlayer gelöscht werden. Am Ende sollte es so aussehen:

iPod_PwnPlayer

Die Verbindung kann man dann wieder mit

$ sudo umount /media/iPod

trennen. Homescreen-Icons, wie Musik und Videos (iPod beim iPhone) könnt ihr entweder über BossPrefs/SBSettings verstecken oder einfach ganz hinten auf einem unbenutzten Homescreen schieben.

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