Warum Unity gut für den freien Desktop ist

Am heutigen Tage ist die neue Ubuntu-Version 11.04 “Natty Narwhal” erschienen. Dies ist ein wichtiges Release für Ubuntu, weil es nicht mehr wie seit dem ersten Release 4.10 auf GNOME mit dem klassischen Panel als Standard-Desktop setzt, sondern auf eine Eigenentwicklung namens Unity. Über Unity wurde seit der Bekanntmachung und während der Beta-Phase viel diskutiert und geredet, einige haben konstruktive Kritik angebracht, andere haben sich beschwert, dass Unity nicht genauso ist wie ihr alter Desktop und dass sie jetzt (mal wieder) zu Debian oder dessen Derivaten wechseln.

Jedoch ist Unity auch nicht ausgelegt auf Leute, die in Erwägung ziehen, Debian zu benutzen. Zwar ist Debian eine super Distribution ohne die Ubuntu nicht existieren würde und die auf Servern eine sehr gute Figur macht, und auch auf Desktops, deren Anwender Zeit haben, ihr System ihren Wünschen entsprechend zu konfigurieren, und es mag sicherlich eine Schnittmenge der Ubuntu- und Debian-Zielgruppen geben, aber Ubuntu will auf die Desktop der Massen. Der normale Desktop-Anwender konfiguriert nicht tausende von Stellschrauben, er macht sich nicht einmal die Mühe, die Einträge im Windows-Startmenü vernünftig zu ordnen, stattdessen fliegt alles irgendwo rum.

Eine Revolution des Desktop ist nötig

Mal ehrlich: Das Bedienkonzept, das klassische Desktopoberflächen mitbringen, hat versagt. Wer schon einmal Leute beim Arbeiten beobachtet hat, die von Computern wenig verstehen, dem wird auffallen, dass sie ihre Arbeit viel effizienter und schneller erledigen könnten, sie aber die entsprechenden Funktionen gar nicht kennen und viele Dinge total umständlich bewältigen. Der Anwender versucht, die Unzulänglichkeiten der GUI zu kompensieren, obwohl die GUI eigentlich den Anwender unterstützen sollte!

Man könnte meinen, dass Windows dies noch besser hinkriegt als Linux und es deswegen auch weiter verbreitet ist. Der Grund, warum noch so viele Leute Windows benutzen, ist jedoch nicht, dass die Oberfläche so toll ist. Die große Stärke von Windows ist und bleibt die Kompatibilität, durch seine hohe Verbreitung gibt es fast nichts, was damit nicht funktioniert, und Microsoft kommt auch nicht auf die Idee, alle paar Releases komplette Subsysteme durch neue zu ersetzen, wodurch Entwickler eine höhere Sicherheit haben. Linux kann und wird Windows niemals im Bereich Kompatibilität überholen, weil es dafür einen höheren Marktanteil haben müsste, für den es aber mehr Kompatibilität braucht. Also muss Linux auf anderen Gebieten punkten, und zwar auf dem Gebiet der Usability.

Genau dieser Mission hat sich offenbar Canonical mit Ubuntu verschrieben. Keine Distribution, keine Desktop-Umgebung, ob GNOME oder KDE, hat es bisher geschafft, Linux auf die Desktops der Massen zu bringen. KDE nicht, was wohl der leistungsfähigste Desktop sein wird, von dem der Laie durch seine vielen Konfigurationsoptionen und durch die ganzen Features und die verschiedenen Möglichkeiten, eine Sache zu machen, jedoch total überfordert ist. Das altbackene GNOME 2 lockt heute auch niemanden hinterm Ofen vor. Einzig Compiz hat dafür gesorgt, dass es noch zeitgemäß blieb.

Also müssen neue Konzepte erarbeitet werden, der klassische Desktop muss umgekrempelt werden hin zu neuen Paradigmen, die von normalen Menschen besser verstanden werden können. Apple setzt die Messlatte hier hoch an, mit dem iPad hat das Unternehmen einen neuen Formfaktor salonfähig gemacht, und mit Mac OS X 10.7 alias “Lion” wird es ebenfalls mit “Launchpad” und “Mission Control” einige Umwälzungen geben. KDE ist mit Plasma und KWin schon etwas in diese Richtung gegangen, wesentlich weiter geht hier überraschenderweise GNOME (verkehrte Welt, irgendwie) mit der GNOME Shell, welche ein völlig neues Bedienkonzept einführt. Es gibt keine Applets und kein Anwendungsmenü mehr, stattdessen läuft das Starten und das Wechseln zwischen Anwendungen und der ganze Rest über den Aktivitäten-Bildschirm ab. Das kürzlich erschienene GNOME 3.0 macht alles anders wie sein Vorgänger, alte Konzepte werden komplett über Bord geworfen und durch neue ersetzt. Die ganzen Neuerungen kann man sehr schön im Standard nachlesen.

Jetzt wird man sich natürlich fragen, warum Ubuntu nicht einfach GNOME 3 mit ausliefert, schließlich decken sich doch die Ziele der beiden: nämlich einen Desktop zu entwickeln, welcher von jedem gut bedient werden kann und diesen Desktop dann auch an den Mann zu bringen.

Probleme von GNOME 3

Das Problem ist, dass GNOME dieses Ziel zwar anpeilt, es aber übertreibt und deswegen verfehlt. Während KDE alle Macht dem Nutzer geben will, damit dieser sich seinen Desktop selber gestallten kann, glaubt GNOME, alles besser zu wissen und nimmt dem Nutzer so gut wie alle Konfigurationsmöglichkeiten. Ein Desktop, welcher es dem Nutzer nicht einmal erlaubt, den Computer auszuschalten, kann nicht dazu beitragen, die Verbreitung des Linux-Desktop zu fördern. Und der Hinweis, man könnte die Option über Konfigurationseditoren oder das Terminal wieder aktivieren, führt genau zu dem Ruf, den Linux heute hat, nämlich dass man selbst für alltägliche Aufgaben das Terminal braucht oder man in der Dokumentation nachlesen muss (da steht nämlich, dass durch Drücken der ALT-Taste der Eintrag “Ausschalten” wieder angezeigt wird).

Weiterhin benötigt GNOME 3.0 zwingend 3D, weil der Fenstermanager Mutter mit Clutter arbeitet, was nunmal OpenGL erfordert. User ohne funktionierende 3D-Unterstützung landen in einem Fallback-Modus, welche GNOME 2 nachgeahmt ist, aber nur einen Brucheil der Funktionen bietet und daher eher eine Notlösung ist. Dies betrifft alle User, die eine aktuelle AMD- oder Nvidia-Grafikkarte im Rechner haben und ein Linux-System über die Live-CD ausprobieren. Aus lizenzrechtlichen Gründen kann man die nötigen proprietären Treiber nicht mitliefern.

Ein weiterer Nachteil der GNOME Shell ist, dass sie auf Netbooks keine gute Figur macht. War Linux doch das Standard-System auf dem ersten Netbook, dem eee PC 701, so sollte genau dort der Fokus liegen. Die GNOME Shell erfordert allerdings viel Mausbedienung, was ja gerade mit einem Touchpad eher hinderlich ist. Unter GNOME 2 konnte man mit Compiz über entsprechende Tastenkombinationen viel effizienter navigieren. GNOME 3 benötigt hier auch massig Platz, die Fenster sind klobig und das Panel zu dick, hinzu kommt noch das Menü und die Titelleiste – gerade auf kleinen Displays auf denen jeder Pixel zählt ein Ärgernis.

Vorteile von Unity

Hier kommt Unity ins Spiel, denn es setzt auf das bewährte, stabile und leistungsfähige Compiz. Dies ist ein Riesenvorteil. Compiz war eine der Anwendungen, die mich letztendlich zum Wechsel auf Linux und damit Ubuntu bewegt haben. Die schönen Effekte waren zwar ganz nett, aber mit Compiz und den entsprechenden Plugins ist das Arbeiten viel effizienter. Unter der GNOME Shell müsste ich auf all das verzichten. Warum war es nötig, Compiz über Bord zu werfen und einen neuen Fenstermanager namens Mutter zu entwickeln, der im Endeffekt das gleiche machen soll?

Weiterhin funktioniert Unity auch ohne 3D-Beschleunigung. Zwar ist Unity eigentlich ein Plugin für den 3D-Fenstermanager Compiz, doch die Ubuntu-Entwickler haben einfach Unity2D aus der Taufe gehoben, welche letzendlich genauso funktionieren soll wie das normale Unity, welches aber mit dem traditionellen 2D-Fenstermanager Metacity zusammenarbeitet.

Unity setzt auch viel mehr auf Tastenbedienung. Programme startet man am besten, indem man die Super-Taste drückt und anfängt, den Programmnamen zu tippen. Sobald das gewünschte Programm in den Suchergebnissen erscheint, drückt man Enter. Also genauso, wie es bereits Launcher wie GNOME Do gemacht haben. Hier kommt mir Unity sehr entgegen, weil ich das bereits so gewohnt bin.

Auch Docks habe ich bisher immer genutzt. Das Dock von Unity ist auch sehr schön umgesetzt, es arbeitet wie alle Docks programmorientiert, nicht fensterorientiert. Hat ein Programm mehrere Fenster, wird beim Klicken auf das Icon das Scale-Plugin von Compiz aktiviert, wodurch die Fenster des Programms in einer Übersicht dargestellt werden. Hält man die Super-Taste gedrückt, werden einem die Shortcuts angezeigt, mit denen man die Programme leichter starten kann. Die von Windows 7 abgeschauten Qucklists sind auch ziemlich praktisch, auch wenn man hier bei mehr Programmen Unterstützung einbauen sollte, was man aber auch selber machen kann, siehe das Beispiel links.

Das Arbeiten mit Workspaces funktioniert nun endlich benutzerfreundlich. Gerade Anfänger kamen mit der bisherigen Funktion in GNOME 2 nicht zurecht und haben sich gewundert, wo ihre Fenster jetzt sind und und haben gar nicht verstanden, was Workspaces eigentlich sind. Die grafische Unity-Umsetzung macht das einiges besser, auch wenn ich mir die Möglichkeit wünschen würde, zusätzliche Workspaces hinzufügen oder entfernen zu können, wie es etwa die GNOME Shell bietet.

Das Panel von Unity ist ebenfalls ein willkommene Verbesserung. Durch das globale Menü, genannt AppMenu, wird die Menüleiste in das Panel verlegt, d.h die Fenster haben nun kein eigenes Menü mehr, stattdessen wird das Menü des aktiven Fensters im Panel angezeigt (vgl. das Globalmenu-Project, welches ähnliches unter GNOME 2 realisiert). Wird das Fenster aktiviert, werden auch die Fensterknöpfe und der Fenstertitel ins Panel verlagert (jetzt weiß man auch, warum Mark die Fensterknöpfe unbedingt links haben wollte). Das Menü ist dann ein Overlay, welches beim darauffahren erscheint. Dies ist ein echter Platzgewinn auf kleinen Displays. Unity hält sich immer dezent zurück und schiebt sich nicht ständig in den Vordergrund, um Platz zu verschwenden oder den Nutzer zu nerven, es ist recht minimalistisch und damit für Netbooks erst recht geeignet.

Auch merzt das Panel einige Bugs aus, die mich beim alten GNOME Panel genervt haben. Oftmals bekam ich die Meldung, dass irgendein Applet nicht geladen werden konnte. Ein beherztes killall gnome-panel half dann meistens. Manchmal wurde auch die Reihenfolge der Applets vertauscht, die man dann mühevoll wieder richtig sortieren musste. Der Benachrichtigungsbereich war auch ziemlich durcheinander, die Icons hatten unterschiedliche Größen und Abstände, das Klickverhalten machte auch jeder anders, Die neuen Indikatoren in Unity sehen aus wie aus einem Guss, sie haben alle den gleichen monochromen Stil und den gleichen Abstand, öffnen tunt sie sich per Linksklick. Leider lassen sich die Indikatoren nicht konfigurieren. Ich würde mir noch wünschen, dass man die z.B per gedrückter mittlerer Maustaste umsortieren kann.

Beide kochen nur mit Wasser

Generell lässt die Konfigurierbarkeit von Unity sehr zu wünschen übrig. Defaultmäßig gibt es folgendes Konfigurationsmenü:

Zwar lässt sich durch die Installation des CompizConfig Setting Managers wesentlich mehr konfiguerieren, auch über den dconf-editor lässt sich einiges einstellen. Jedoch bringt uns das wieder zu GNOME 3, wo auch immer argumentiert wird, dass man ja über entsprechende Tools alles konfigurieren könnte. Dies ist jedoch nicht benutzerfreundlich, Der Desktop muss sinnvolle Voreinstellungen bieten sowie ein Werkzeug, in dem man einige Einstellungen tätigen kann, die jeder User versteht, und dann zusätzlich noch die Möglichkeit mehr zu konfigurieren für erfahrene Anwender – wegen mir auch über die Kommandozeile oder den dconf-edior.

Ein weiterer negativer Punkt an Unity ist die Zahl der Bugs und Implementierungsfehler. Da wären diese neuen Overlay-Scrollbars, wie man sie etwa vom iPhone kennt. Diese funktionieren in einigen vorinstallierten Anwendungen wie Firefox oder LibreOffice, aber auch in nativen GTK+-Anwendungen wie Geany nicht. Offensichtlich müssen die Anwendungen gepatcht werden, und bei Nicht-GTK+-Anwendungen funktionieren die Scrollbars sowieso nicht. Die Fensterschatten sind nicht mehr änderbar (was aber gewollt ist, siehe Bug #708963), am meisten Probleme bereitet jedoch das AppMenu: So funktioniert das Accel-Changing bei GTK+-Anwendungen nicht, bei SWT-Anwendungen wird erst gar kein Menü angezeigt, es gibt Fehler in Menüs, die eigene Icons verwenden und wenn man die automatische Fensterselektion aktiviert hat ist es nahezu unmöglich, das Menü zu erreichen.

Ein Problem, welches zwar nicht direkt die Anwender, wohl aber die Entwickler betrifft ist, dass die 3D-Version und die 2D-Version von Unity völlig unterschiedliche Codebasen besitzen. Unity2D ist in C++ geschrieben, was für etwas so wichtiges wie eine Desktop-Shell ja sinnvoll ist, und es verwendet das Framework Qt, welches bereits in KDE und vielen anderen freien wie unfreien Projekten zum Einsatz kommt. Unity3D jedoch ist in der relativ unbekannten Sprache Vala geschrieben und in dem noch unbekannteren Toolkit Nux, dass sonst keiner benutzt. Mir wäre es lieber gewesen, die Entwickler hätten eine Unity-Version erstellt, welche dann mit einem optionalen Compiz-Plugin etwa via D-Bus kommuniziert und so die Effekte zeichnet, wenn es Hardware und Treiber erlauben (allerdings ist D-Bus in Compiz gerade kaputt). KWin bekommt es ja auch hin, unabhängig von vorhandener 3D-Unterstützung zu funktionieren und bietet sogar noch mit XRender, OpenGL und OpenGL ES verschiedene Backends an.

Dies alles sind aber Dinge, die Unity und GNOME Shell gleichermaßen betreffen und bei jungen Projekten immer zu erwarten sind. Die Bugs werden früher oder später gefixt werden, und vielleicht haben die GNOMEler doch ein Einsehen, überdenken ihr Konzept und lassen dem User etwas mehr Freiheiten. Unity hingegen sollte sich etwas mehr Konzept überlegen, eine Shell im Laufe der Entwicklung ständig auf verschiedene Toolkits zu portieren (GTK+, Clutter, Qt, Nux) erzeugt nur Aufwand und frisst Zeit, die nötig ist, das Programm weiterzuentwickeln.

Abwarten und Tee trinken

Zwar halte ich Unity für das bessere Konzept, weil es nicht ganz so radikal ist wie GNOME 3 und einige alte Konzepte beibehält, etwa einen ständig sichtbaren Programmwechsler, das Beibehalten von Desktop-Icons und das Setzen auf das bewährte Compiz. Jedoch bricht die Konkurrenz zwischen Unity und GNOME Shell den Monolithismus, der unter den Desktop-Umgebungen früher vorherrschte. Man musste sich zwischen GNOME und KDE entscheiden, und damit auch zwischen GNOME- und KDE-Anwendungen. Es ist besser, sie auf die eigentliche Shell zu konzentrieren, die Anwendungen vom Desktop unabhängiger zu machen und auf gemeinsame Standards (hörst du, Canonical?) zu setzen. KDE hat sich auch deswegen in KDE SC (Software Compilation) umbenannt, um darauf hinzuweisen, dass der KDE-Desktop eben nur eine mögliche Zusammenstellung aus Komponenten ist, und man auch einzelne Komponenten anders verwenden kann. Nun hat der Nutzer die Wahl zwischen Unity, GNOME Shell und Plasma sowie zahlreichen weiteren Shells, die Basis-Komponenten sollten jedoch die gleichen sein. Es ist eine totale Usability-Bremse, wenn der Nutzer eine Anwendung installiert und diese plötzlich ein anderes Schlüsselbund-System verwendet.

Letztendlich wird die Zeit zeigen, welches Konzept den Nutzern besser gefällt. Wird Unity ein Flop, kann man immer noch zu einer anderen Distribution wechseln und man hat nichts verloren. Und wenn niemand GNOME Shell verwenden will, kommt das nur Ubuntu zu gute (darauf spekuliert Canonical wohl). Und wenn alle Stricke reißen bleibt noch XFCE und KDE übrig. Hier sieht man einen großen Vorteil des Linux-Desktop: Das man sich bei Design-Revolutionen, die einem nicht gefallen, nicht nur die Möglichkeit hat, auf der alten Version zu bleiben, sondern man aus zahlreichen Alternativen wählen kann. Darum ist Unity gut für den freien Desktop: Alle Projekte strengen sich an, dem Nutzer das beste Erlebnis zu bieten, und am Ende überlebt das beste Konzept.

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65 thoughts on “Warum Unity gut für den freien Desktop ist

  1. Wenn sich Unity verbreitet, dann ist nichts mehr mit freier Entwicklung: Unity unterliegt der Politik von Canonicals Contributors Agreement und Copyright-Assignment. Ende-Gelände für die ernsthafte Teilnahme von Nicht-Canonical-Mitarbeitern an der Entwicklung, schlecht für den freien Desktop.

    • Dieses Agreement würde ich gerne mal lesen, leider kriege ich nur ein 404. Andere Firmen wie Oracle machen dies aber ähnlich. Nunja, Oracle ist die Community ja auch davongelaufen, aber durch die freie Lizenz konnten dann Projekte wie LibreOffice entstehen. Wenn Canonical die gleichen Fehler macht wie Oracle, gibt es halt einen Unity-Fork oder das Projekt stirbt ganz aus.
      Allerdings haben einige Leute großes Interesse, dass Unity erfolgreich wird, z.B die Compiz-Entwickler. Durch GNOME 3 und der Verwenden von Mutter bleibt dem Compiz-Projekt wohl nichts anderes übrig, vorrangig auf Unity zu setzen und da mitzuarbeiten, wenn es nicht überflüssig werden will.

    • Eijeijeijeijei….ein unfreier Desktop sollte nun aber wirklich NICHT auf Linux zu suchen haben.
      Daß sowas überhaupt gemacht wird, ist ja schon sehr verwunderlich. Nun ja, man darf nicht vergessen, daß Ubuntu, so gut, wie es auch ist, von einem Miliadär initiiert wurde und am Leben gehalten wird.
      Und Miliadäre mit guten Absichten sind so selten, wie Weihwasser trinkende Teufel.
      Naja, vielleicht wird er ja “ausgemendelt”.

      • Unity steht unter der GPL und ist damit freie Software. Schau dir mal die Definition von freier Software an (aus http://www.gnu.org/philosophy/free-sw.de.html):

        Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck zu benutzen (Freiheit 0).
        Die Freiheit, zu verstehen, wie das Programm funktioniert und wie man es für seine Ansprüche anpassen kann (Freiheit 1). Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.
        Die Freiheit, Kopien weiterzuverbreiten, so dass man seinem Nächsten weiterhelfen kann (Freiheit 2).
        Die Freiheit, das Programm zu verbessern und die Verbesserungen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit die ganze Gemeinschaft davon profitieren kann (Freiheit 3). Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.

        Unity erfüllt diese Voraussetzungen. Es ist egal, ob eine Software gemeinschaftlich oder im Hinterzimmer entwickelt wird, sie ist frei, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind.

  2. “Die GNOME Shell erfordert allerdings viel Mausbedienung”

    Die GNOME Shell ist vollständig tastaturbedienbar. Programme startet man hier übrigens auch am besten, indem man die Super-Taste drückt und anfängt, den Programmnamen zu tippen.

    Ein weiterer Vorteil der GNOME Shell ist, dass sie über Extensions per JavaScript leicht erweiterbar ist und per CSS themebar. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. In ein, zwei Releases wird es unzählige Extensions geben, ähnlich wie es bei Browsern heutzutage der Fall ist.

    • Unity bzw. Compiz lassen sich aber im Hinblick auf die Hotkeys viel besser konfigurieren. Ich habe etwa die beiden Sondertasten auf meiner Maus mit dem Scale-Plugin belegt, ich wechsle eigentlich nur so Fenster. Kann ich das auch unter Mutter konfigurieren?

  3. Naja… das tolle an Linux ist eben seine Flexibilität und genau dafür wird es auch geschätzt.
    Da kann man auch gleich Windows benutzen, wenn man nach Vorgabe arbeiten möchte. Es sollten Alternative geschaffen werden, die auf Gnome setzt (Gubuntu?)

  4. Warum reden alle immer nur von Anfängern und Leuten mit wenig Ahnung. Die Zukunft sollte doch wohl dem “gebildeten” Anwender gehören. Das Konzept Menschen für zu unbegabt oder ungebildet zu halten und ihnen deshalb Informationen und Wahlmöglichkeiten vorzuenthalten ist absurd. Eine intuitive Bedienung und zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten schließen sich im Übrigen nicht aus.
    Bleibt Unity in dieser Form, wird Ubuntu m.E. damit scheitern. Wer nicht gewillt ist, sein System zumindest grob an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen, wir bestimmt nicht auf Linux umsteigen. Und viele bisherige Nutzer werden sich nicht einfach völlig neue Bedienkonzepte aufzwingen lassen, die eigentlich für Anfänger ausgelegt sind. Debian und Projekten wie Linux Mint wird die Entwicklung aber stärken.

    • Ich finde auch, das Unity in der aktuellen Version noch zu wenig Konfigurationsmöglichkeiten mitbringt, siehe den Screenshot oben ;-). Man kann dem Anwender schon zumuten, etwa die Größe des Launchers selbst zu bestimmen und solche Sachen. Was aus den Dialogen besser draußenbleiben sollten sind Einstellungen, die man nur mit entsprechendem Vorwissen versteht, etwa welches Rendering- oder Datenbank-Backend das Programm verwenden soll. Da sollte man eine vernünftige Standardeinstellung wählen, die man notfalls per dconf verändern kann.

      • Eben, und ein einfacher [advanced] Button kann in jeder GUI eingebaut werden. Diese Reduktion von Konfiguration (Gnome Bildschirmschoner oder GDM3 als Beispiele) ist recht befremdlich fuer ein offenes System wie Linux. Aber mal schauen wo die Reise hingeht. Gnome 3 ist ja noch jung. :D

  5. Danke für diesen tollen Artikel…habe heute nacht unity auf meinen laptop installiert und muss ganz ehrlich sagen dass es mir sehr gut gefällt. sicherlich ist es gewöhnungsbedürftig aber ich bin der überzeugung, dass einer grosser schritt in die zukunft gemacht wurde (meinen arbeitskollegen habe ich heute morgen durch unity als neuen linuxuser gewinnen können).
    wünsch euch allen viel spass mit unity (und wem es nicht gefällt der soll halt wechseln)

  6. Hab Unity auch getestet. Was mich enorm stört ist das Starten von Programmen. Wenn man den genauen Namen nicht kennt, ist man echt aufgeschmissen und muss sich durch tausende Menüs durchklicken.

    Gnome3 möchte ich auch noch testen, bin leider noch nicht dazugekommen. Denke aber, dass sich Unity durchsetzen wird.

  7. Klasse Artikel! Hab mich gefreut, ihn zu lesen. Gute Arbeit!

    Ich stehe hinter deiner Meinung. Finde es gut, dass Unity existiert. Das kann dem Ökosystem Linux nur gut tun. Allerdings werde ich Unity bei dem aktuellen Entwicklungsstand noch nicht produktiv einsetzen. Wahrscheinlich werde ich bis 12.04 warten, dann allerdings auch den Umstieg nicht scheuen. Natty kommt trotzdem demnächst auf die Kiste, mit Gnome Classic.

    „…und am Ende überlebt das beste Konzept.“
    Na, wollen wir hoffen, dass alle Konzepte seine Anhänger finden. Am angenehmsten finde ich, dass sich nicht zwei Desktops gegenseitig nachahmen. Jeder macht seinen Weg. So hat auch jeder Desktop seine Daseinsberechtigung.

  8. Viele haben Angst um ihre Freiheit, bzw um die Freiheit, ihren Desktop so einrichten zu können wie sie wollen. Nachdem die Gnome Entwickler Gnome 2 eingedampft haben und ihnen mit Gnome 3 vorschreibt, wie sie ihren Desktop zu verwenden haben, kommt jetzt zu allem Überfluss Canonical und macht das gleiche mit Unity. Mit KDE können sich viele nicht anfreunden und viele halten Xfce für zu unausgereift.

    Deshalb bekommen manche jetzt wohl Panik und suchen einen Sündenbock. Die meisten vergessen dabei aber, dass viele gar nicht großartig an ihrem Desktop rumschrauben. Die nehmen, was kommt. Bei Gnome 2 habe ich nicht viel mehr geändert als ein paar Starter und den Systemmonitor ins obere Panel. Ab und zu mal das Theme und den Hintergrund gewechselt. Ansonsten hab ich nichts geändert.

    Ähnlich ist es bei Unity. Die Einstellmöglichkeiten im ccsm reichen mir.

  9. Da Ubuntu als kommerzielle Distri immer mehr auf Geldverdienen ausgerichtet wird und Unity, wie im ersten Kommentar ja schon geschrieben wurde, alles andere als freie Software ist, glaube ich nicht, dass es sich durchsetzen wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass andere Distributoren sich von Canonical abhängig machen wollen. Mal ganz davon abgesehen, dass Unity ja nichts weiter ist als ein Plugin für Compiz und nicht der “neue Desktop” als das es immer dargestellt wird.

    Ganz davon abgesehen finde ich die Gnome-Shell wesentlich besser durchdacht. Wie ebenfalls schon geschrieben wurde, lässt sie sich komplett ohne Maus bedienen, was für mich sehr wichtig ist. Und auch die Konfigurationsmöglichkeiten gehen sehr viel weiter, als viele glauben. Man muss eben nur wissen, wie. Dazu gibt es im Netz schon einige gute Artikel und Screencasts.

    Und, was das Wichtigste ist: GNOME ist immer noch freie Software!

    Ubuntu bewegt sich langsam aber sicher ins Abseits und entfernt sich immer mehr von “GNU/Linux” was natürlich auch so gewollt ist. Solange die “Fans” mitmachen funktioniert so etwas sehr gut, siehe Apple.

    Wer wirklich Linux nutzt, weil er Wert auf die Grundideen und den Hintergrund von Linux, GNU und FOSS allgemein legt, der sollte sich wirklich überlegen, ob Ubuntu noch mit diesen Grundsätzen vereinbar ist.

    Ich bin bereits vor drei Jahren zu der Erkenntnis gekommen, dass das nicht so ist und nutze seitdem das wirklich freie, nicht kommerzielle Debian. Und das in Zukunft mit GNOME 3 und der GNOME-Shell. :-)

    • Und auch die Konfigurationsmöglichkeiten gehen sehr viel weiter, als viele glauben. Man muss eben nur wissen, wie. Dazu gibt es im Netz schon einige gute Artikel und Screencasts.

      Mag sein, aber wie bei Unity gilt hier auch für die GNOME Shell: Man muss sich überlegen, welche Einstellungsmöglichkeiten sinnvoll sind und diese dann auf nutzerfreundliche Art anbieten. Niemand hat Lust, erst ewig im Netz zu suchen, nur weil man mal irgendeine kleine Einstellung ändern will. Für erfahrene Anwender kein Problem, die wissen, wo sie suchen müssen, aber Anfänger kehren dann enttäuscht zu Windows zurück.

      Wer wirklich Linux nutzt, weil er Wert auf die Grundideen und den Hintergrund von Linux, GNU und FOSS allgemein legt, der sollte sich wirklich überlegen, ob Ubuntu noch mit diesen Grundsätzen vereinbar ist.

      Mir gefällt die Idee hinter freier Software auch, besonders für Basistechnologien und Infrastrukturen, wo offene Standards notwendig sind, damit kein Monopolist den Leuten irgendetwas aufzwingen kann. Aber auf der anderen Seite muss jeder selber entscheiden, ob er seine Arbeit kostenlos der Gemeinschaft zur Verfügung stellt oder nicht. Für den Mainstream ist Open Source eben genau das: kostenlose Software, die man sich legal aus dem Netz ziehen kann. Und Ubuntu will nun mal in den Mainstream.

      • Warum wird eigentlich immer davon ausgegangen, dass alle Computernutzer Anfänger sind und man ihnen also alles so “einfach” wie irgend möglich machen muss?
        Ich bin kein Anfänger und möchte ein vernünftiges System haben und nicht einen kastrierten Spielzeug-Desktop.
        Und wenn jemand zu blöd (oder noch schlimmer: zu faul) ist, sich schlau zu machen und deswegen “zu Windows zurück geht”: Bitteschön, ein Dau weniger für die Linux-Gemeinschaft. Was ist daran schlimm? Muss wirklich jeder Hohlkopf Linux benutzen, auch wenn er es gar nicht will, weil er keine Lust hat, sich damit zu befassen?

        Was ist denn das für ein Spruch:
        “Für den erfahrenen Nutzer OK aber Anfänger kehren dann womöglich zu Windows zurück”? Na und?

        Wie wäre es denn mall so:
        “Die Unity-Shell ist sicherlich für Anfänger gut, aber erfahrene Nutzer fühlen sich vielleicht zu sehr eingeschränkt und kehren dann Ubuntu den Rücken und wenden sich einer richtigen Linux-Distri zu.”?
        Das hat doch auch was, oder? ;-)

      • Bitteschön, ein Dau weniger für die Linux-Gemeinschaft. Was ist daran schlimm?

        Umso mehr Nutzer Linux benutzen, umso mehr Anwendungen und Treiber gibt es. Für dich und für mich ist es deshalb von Interesse, dass Hardware- und Softwarehersteller auf Linux aufmerksam werden und das geht nur mit viel Nutzern. Ob die Nutzer jetzt bei Ubuntu oder einer anderen Distri sind ist egal, die der Kernel ist der gleiche, also laufen die Treiber auch bei dir und bei mir und die Anwendungen ebenfalls.

        Freie Software hat nichts mit kostenlos zu tun!

        Doch, du kannst freie Software beliebig an andere weiterverteilen oder von anderen beziehen, ohne dass du dafür Lizenzgebühren an die Urheber entrichten musst. Wie willst du das denn sonst nennen, wenn nicht kostenlos?

        Warum wird eigentlich immer davon ausgegangen, dass alle Computernutzer Anfänger sind und man ihnen also alles so „einfach“ wie irgend möglich machen muss?

        Es sind nicht alle Computernutzer unerfahren, aber die meisten. Gibt sogar Leute, die begeistert Code ausführen, der ihnen von wildfremden Leuten per Mail geschickt wurde oder die ihre Kontodaten in eine Maske eingeben, wenn man sie nur dazu auffordert, obwohl eigentlich jeder mitgekriegt haben sollte, dass man sowas nicht machen soll. Oder schau dir mal Facebook an: Da gewähren Millionen von Menschen einfach irgendwelchen mehr oder weniger nützlichen Anwendungen, deren Urheber und dessen Funktionsweise sie nicht im Ansatz kennen Zugriff auf ihr gesamtes Profil und erlauben ihnen sogar, Mitteilungen in ihrem Namen zu verschicken. Kann man natürlich super Viren mit verbreiten.
        All das zeigt, das den meisten offensichtlich nicht bewusst ist, was sie am Rechner eigentlich genau machen. Darum sollte die GUI einfach und transparent sein und darf auf die ein oder andere Funktionalität verzichten, mit der der Nutzer wohl nur Blödsinn anstellt. Apple fährt ja auch ganz auf dieser Schiene und liefert sein iPad im Kindergartenmodus aus und die unerfahrenen Nutzer kaufen das begeistert. Der Unterschied: Beim iPad kannst du nicht oder nur schwer (Jailbreak) mehr aus der Software herausholen und selber Funktionen hinzufügen. Bei Linux kannst du dir, wenn dir der Standard nicht gefällt, einfach eine komplett neue Oberfläche installieren die dir alles bietet, ohne dass du irgendwelche Garantien verlierst oder dich in eine rechtliche Grauzone begibst.

  10. Selten so einen dämlichen Müll gelesen. Warum muß sich jeder 2. Schreiberling im UU Planeten als GUI Experte aufplustern?
    Jedoch ist Unity auch nicht ausgelegt auf Leute, die in Erwägung ziehen, Debian zu benutzen.
    Ich finde es ja absolut Ok, wenn Du von Deinen Erfahrungen mit dem Desktop geschrieben hättest oder die Vorteile von Unity gegenüber anderen Desktops anhand von konkreten Beispielen beschrieben hättest. Aber nein, da kommen dann Sprüche wie
    Die GNOME Shell erfordert allerdings viel Mausbedienung, was ja gerade mit einem Touchpad eher hinderlich ist.
    Da merkt man sofort, daß Du noch nicht einmal ernsthaft mit der Shell gearbeitet hast – die Shell kann sehr gut mit der Tastatur bedienen. Das erfordert jedoch, daß man sich in das System einarbeitet.
    Mal irgendeine LiveCD 10 Minuten in der VM getestet und schon ist man Fachmann für Linux Desktops und kann so einen Müll ablabern.

    Bitte behalte solche Expertenmeinungen für Dich oder lass sie aus dem Planeten.

  11. Leider begibt sich die Ubuntu Gemeinde immer mehr auf die Spuren der Apple Fanboys.
    Kretik wird kaum noch Geäußert dafür höchste Loblieder wegen ein paar technische Spielereien gesungen deren Nutzen eher fraglich ist.
    Wer mit seinen Linux Produktiv Arbeiten möchte wird mit Unity oder Gnome3 weniger gut zurecht kommen.
    Wer aber mit seinen Ubuntu nur gelegentlich etwas Herumspielt wird wohl daran einen gewissen Gefallen finden.
    Es ist das gleiche wie mit Compiz !
    Sind die wabernde Fenster in Compiz oder Unity (Gnome 3) wirklich Nützlich, Praktisch und Fortschrittlich oder nicht doch nur Spielerei und schmückendes Beiwerk ?
    Unity (Gnome 3) wird seinen Reiz vermutlich ebenso verlieren wie seinerzeit die Compiz Effekte , wenn man es erst ständig Einsetzen muss.

    • Du hast dir wahrscheinlich deinen Desktop so konfiguriert, wie du ihn brauchst und bist daran gewöhnt. Deswegen bist du damit auch schneller als unter Unity oder der GNOME Shell, aber du kannst daraus nicht schließen, dass kein anderer produktiv mit Unity oder der GNOME Shell arbeiten könnte.

      Compiz ist auch nicht ausschließlich dafür da, schöne Effekte auf dem Bildschirm zu zeichnen, sondern kann auch die Produktivität erhöhen, wenn man ihn entsprechend konfiguriert. Als ich einmal Treiberprobleme hatte und Compiz nicht lief, merkte ich erst, wie beschränkt der Standard-Metacity doch ist.

      • Man sollte einfach den Desktop nicht zu einen Hauptzweck , Alleinstellungsmerkmal und Daseinsberechtigung einer Linux Distribution machen , es gibt wirklich wichtigere Sachen bei denen die dafür verwendete Programmierarbeit auch sinnvoll eingesetzt werden könnte.
        Stichworte Treiber Programmierung oder das Gimp Projekt…. ect.
        Es nutzt der beste Desktop nichts wenn es dann an den Anwendungen hapert.
        Zumal der Unity kein freier Desktop ist, wie in der Überschrift behauptet , die Rechte liegen bei Canonicals Contributors Agreement und Copyright-Assignment.

    • uniy ist sehr wohl ein freier desktop (gpl). natürlich kann man kritisieren, dass die arbeit die das canonical team erledigt, auch woanders hätte reinstecken können. hätten sie, machen sie aber nicht, punkt. jeder soll halt das machen, was sie am besten können und das finde ich ok so.

      unity hätte es übrigens auch so gegeben, einfach weil man für die netbooks eine passende oberfläche brauchte (und gnome sie nicht liefern wollte). deswegen kann ich es so nur gut verstehen, dies nun auch auf den desktop zu übernehmen, vorallem weil es wieder kräfte spart.

      übrigens gibt es ja auch noch viele andere distributionen, man muss einen wechsel ja auch gar nicht als etwas schlimmes betrachten. ich hab lieber eine distribution mehr mit unity als eine 20. mehr mit gnome3, was nicht bedeutet, dass gnome3 schlechter/besser ist. und nicht cannonical ist schuld daran, dass gnome2 aufgegeben wurde. man könnte es auch so sehen, ihn blieb gar nichts anderes übrig und dann haben sie das problem zur tugend erklärt. find ich ok und hat mit apple-fanboy-getue nichts zu tun. obwohl ich nichtmal etwas dagegen hätte, wenn ubuntu auch nur annähernd so erfolgreich mit seinem system wäre, wie apple.

  12. “Das Problem ist, dass GNOME dieses Ziel zwar anpeilt, es aber übertreibt und deswegen verfehlt. Während KDE alle Macht dem Nutzer geben will, damit dieser sich seinen Desktop selber gestallten kann, glaubt GNOME, alles besser zu wissen und nimmt dem Nutzer so gut wie alle Konfigurationsmöglichkeiten.”

    Sorry, aber Unity macht genau den gleichen Mist und funktioniert dabei noch schlechter da Chanonical ja eigene Standards setzen will. Unity ist schlecht abgeguckt und schaut nur auf den Markt der Mobile Devices in der Hoffnung das man auf der Tablet-Welle seine Segen findet.

    • Ich schreib ja auch, dass es Unity an Konfigurationsmöglichkeiten mangelt. Aber Unity erlaubt dem Nutzer wenigstens, seinen Rechner auszuschalten.

      Unity ist da auch schon auf dem Weg der Besserung. Weil es ein Compiz-Plugin ist, lässt es sich über den CCSM konfigurieren. Ich glaube aber, dass auch für die GNOME Shell entsprechende Werkzeuge erscheinen werden, sodass das nur ein temporärer Vorteil ist.

      • Was ist denn so besonderes daran, dass Unity es erlaubt, den Rechner auszuschalten???

      • Gar nichts, dass sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber die GNOME Shell Entwickler waren offenbar der Meinung, dass diese Funktion nicht gebraucht wird und bietet sie standardmäßig nicht an.

  13. Ich beobachte das Thema Unity und Gnome Shell schon eine ganze Weile. Und auch die dazu geführten Diskussionen. Ich denke das die Zeit zeigen wird welche Konzepte überlebensfähig sind. Eine Berechtigung haben beide, abstimmen werden im Endeffekt die Nutzer. Sicher wird es für manchen Einsteiger einfacher werden. Allerdings wird man wohl auch einige erfahrenere User damit effektiv vergraulen. Persönlich werde ich mir beide Umgebungen erst mal in einer virtuellen Maschine ansehen und testen, bevor ich über ein Update entscheide. Ich brauche die Kiste zum Arbeiten, nicht zum Rumspielen. Und dabei möchte ich nicht übermaßen bevormundet werden.

  14. schon witzig, wie sich alte Vorurteile gegenüber Debian auf dem Desktop immer noch halten und immer wieder hervorgekramt werden. Wann hast Du das letzte Mal ein aktuelles Debian installiert? Ein Debian stable ist nach der Installation auch ohne langwierige Konfigurationen auf dem Desktop sofort benutzbar und unterscheidet sich nicht soo stark von einer Ubuntu Installation.

    • ändert nichts daran, dass ich debian manchen leuten nicht empfehlen würde, ubuntu dagegen schon. auch wenn sich da natürlich in den letzten jahren viel verändert hat. vielleicht aber ja auch teilweise wegen ubuntu?

    • Ich habe mal Debian 6 installiert. Und obwohl ich mich als Poweruser bezeichnen würde, der auch nihct vor selber kompilieren zurückschreckt, habe ich es nach zwei Stunden nicht geschafft, einen 0815 USB-Soundkartentreiber zum laufen zu bringen. Fazit: Das sogenannte universelle OS ist Schrott.

  15. Ubuntu, Unity und immer noch GUI-Steinzeit » dyingeyes weblog

  16. schöner artikel, auch wenn ich nicht allem, aber vielen zustimmen kann. jede distribution geht seine wege und mir ist es lieber ubuntu geht einen anderen als ein 2. debian, opensuse, fedora oder co zu sein. nichts gegen diese distributionen, aber ich finde ex einfach generel gut, wenn auch andere wege ausprobiert werden.

    was viele auch nicht vergessen, dass es nicht cannonicals schuld ist, dass gnome2 nicht mehr weitergeführt wird.
    und für die kritiker am freien desktop. unity steht unter der gpl v3, wenn das keine freie software ist, sollte ich mit freier software nochmal befassen.

  17. Toller Artikel! Ich hab weder Unity noch Gnome 3 bisher ausprobiert, aber der Artikel macht mir Lust da ein bisschen rumzuprobieren. Aber ich denke, ich werde Unity noch etwas Zeit geben bis die Entwicklung tatsächlich etwas weiter fortgeschritten ist :)

  18. Ubuntu Unity zersplittert die Gemeinschaft | GlassBlog

  19. Also ich hab gestern Natty installiert und erstmals Unity in Aktion gesehen. Die Grundprinzipien gefallen mir gut, es entsteht etwas Mobil-Feeling ala Android oder ähnlichem. Und das ich definitiv mehr von der Monitorfläche habe ist schon klasse. Am Design lies sich leicht schrauben und das nötigste ist schon konfiguriert. Ich gebe zu es ist schwierig seine eigene Lieblingsdistri auszusuchen, aber die meistunterstützte ist meist auch die empfehlenswerteste Distri.

  20. Unity – Uneinigkeit in der Community | Ununseptium

  21. >> Weiterhin benötigt GNOME 3.0 zwingend 3D

    Falsch!

    Die GNOME-Shell benötigt 3D.

    >> Aber die GNOME Shell Entwickler waren offenbar der Meinung, dass diese Funktion nicht gebraucht wird und bietet sie standardmäßig nicht an.

    Falsch! Entweder Powerbutton oder über ALT+Mausklick.

    PS.: Nichts für ungut, aber ich glaube du hast dich niemals ernsthaft mit GNOME 3 auseinandergesetzt.

    • Falsch!

      Die GNOME-Shell benötigt 3D.

      Ohne 3D gibt es nur einen Alibi-Fallbackmodus, den man nicht wirklich als Alternative bezeichnen kann. Bei Unity gibt es hingegen eine 2D-Version, die dieselben Features hat wie die 3D-Version, abgesehen von den Funktionen, die Compiz bereitstellt wie zum Beispiel Effekte. Zeitgeist wurde ja entfernt/wird nachgereicht, und abgesehen von Umbauten unter der Haube (GTK+ 3, GSettings, Verzicht auf bonobo, libglade, libgnome…) ist die GNOME Shell nunmal das, was GNOME 3.0 eigentlich ausmacht.

      Falsch! Entweder Powerbutton oder über ALT+Mausklick.

      Was ist an “dass durch Drücken der ALT-Taste der Eintrag „Ausschalten“ wieder angezeigt wird” so schwer zu verstehen? Mir ist bewusst, dass man auch den Powerbutton drücken, das Terminal bemühen oder den Stecker ziehen kann. Aber all das sind keine benutzerfreundlichen Optionen, sondern Wokrarounds, die für den Alltag ungeeignet sind und erst recht für Anfänger.

  22. Trotzdem bleibt für mich die Frage , wäre Ubuntu mit einem GNOME 3.0 Desktop nun wirklich “Schlechter” als mit Unity?
    Warum dann eine weitere Fragmentierung des Linux – Desktop , die allgemein nur Nachteile bringt für Anwender und Anwendungsprogrammierer die ihre Programme für eine weitere Desktop Variante Anpassen müssen.
    Zudem ist es eben nicht so “Einfach” wie immer Dargestellt unter Linux den Desktop zu Wechseln , denn es ist immer auch eine Frage welche Anwendungen man Benutzen möchte und wer schon einmal mit einer Qt Anwendung unter Gnome oder umgekehrt gearbeitet weiß wovon ich spreche, Grafikfehler, Geschwindigkeits- Einbußen und häufige Abstürze sind dann eher die Regel.
    Deshalb gibt es verschiedene Desktop Distributionen damit die jeweiligen programmierten Qt oder GTK+ ect . Anwendungen fehlerfrei laufen , nur mag sicher kein Anwender 5 Distributionen auf seinen Rechner haben um alle Linux Anwendungen fehlerfrei Benutzen zu können.

    • Canonical hat eben andere Vorstellungen als das GNOME-Team, wie der Desktop aussehen will. Und Ubuntu soll offenbar nicht die x-te GNOME-Distribution sein, sondern die Entwicklung selbst in die Hand nehmen und mit was eigenem hervorstechen. Siehe auch diesen Artikel: http://blog.martin-graesslin.com/blog/2010/11/unity-herausforderung-und-chance-fur-den-freien-desktop/

      Und gerade Unity bricht doch den desktopialen Monolithismus auf. Es gibt eben keine Entscheidung zwischen GNOME- oder KDE-Anwendungen mehr, sondern es gibt eine Wahl zwischen verschiedenen Shells, und Standards, an die sich die Shells halten, sodass die Anwendung überall gleich funktioniert. Das Unity AppMenu unterstützt z.B GTK+, Qt und XUL-Anwendungen, Unity2D ist sogar in Qt geschrieben, obwohl es auch GNOME-Bibliotheken verwendet. Und gerade Qt rühmt sich doch damit, auf allen Plattformen gleich gut zu funktionieren und dass man nur neu kompilieren müsste. Auch GTK+ kriegt es mittlerweile hin, auf Nicht-GNOME Umgebungen gut auszusehen.
      Das Anwendungen abstürzen würden, nur weil Desktop und Anwendung unterschiedliche Toolkits benutzen ist mir ja noch nie untergekommen, ebensowenig, dass man mehrere Distributionen benutzen müsse, damit man alles verwenden kann (wenn dann kann man mehrere Desktopumgebungen auf ein und derselben Distribution betreiben).
      Was du vielleicht meinst, sind keine reinen GTK+ oder Qt-Anwendungen, sondern Programme, die explizit bestimmte GNOME- oder KDE-Bibiliotheken benötigen. Da gibt es wirklich das Problem, dass KDE-Programme unter GNOME kdelibs und anderen Bloat mitbringen sowie nicht besonders gut aussehen. Andersrum sollte es besser klappen, ab GNOME 3.0 wurden ja viele GNOME-only Bibliotheken gedroppt und aufgeräumt.

  23. Die genannten “Probleme von Gnome 3″ sind für mich klare Vorteile ggü. Unity. Im Gegensatz zu Unity ist die Gnome Shell auch ein künstlerisches Meisterwerk. Ich habe Ubuntu immer sehr gemocht; nicht zu letzt wegen UbuntuOne, einer besseren Alternative zu Dropbox. Nun muss ich aber lesen, dass der Indicator-Support von Anwendungen Probleme bei Gnome 3 macht. Hätte man das nicht gleich anständig machen können? Nun kann ich vielleicht nicht bei Uuntu bleiben, damit Gnome 3 anständig läuft.

    Am besten wär wahrscheinlich eine Indicator-Integration in die Gnome-Shell, denn die Indicators sind Canonical gelungen; Unity in seiner Gesamtheit wirkt aber wie zusammengeschustert; kurz: hässlich!

    • 3D-Zwang, Platzverschwendung, und beschränkte Konfigurationsmöglichkeiten sind für dich Vorteile? Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, ebensowenig, dass die GNOME Shell ein künstlerisches Meisterwerk sein soll – aber das ist Geschmackssache und es gibt ja schon Mock-ups und sogar schon Skins, mit denen man das Design an seinen Geschmack anpassen kann.

      Nun muss ich aber lesen, dass der Indicator-Support von Anwendungen Probleme bei Gnome 3 macht. Hätte man das nicht gleich anständig machen können? Nun kann ich vielleicht nicht bei Uuntu bleiben, damit Gnome 3 anständig läuft

      Unter 11.04 gibt es noch gar kein GNOME 3. Die PPAs sind als experimental gekennzeichnet mit dem Hinweis, dass man sich damit auch sein System schrotten kann (kann ich bestätigen, in VM ausprobiert). Allerdings wird es in 11.10 GNOME 3 geben bzw. wird darauf basieren, und sicherlich gibt es dann auch die GNOME Shell. Laut OMG! Ubuntu! werden dann die Anwendungen auf das Upstream-Verhalten zurückschalten, wenn sie unter der GNOME Shell laufen: http://www.omgubuntu.co.uk/2011/04/gnome3-packages-begin-trickling-into-ubuntu-11-10/

      Ein Integration des Indicator-Applets wurde seitens Canonical schon versucht, was aber abgelehnt wurde. Würde ja auch dem Konzept der GNOME Shell zuwiderlaufen. Und weil sich die Konzepte von Canonical und GNOME nunmal widersprechen, gibt es jetzt Unity.

  24. Hi FERNmann,

    vielen Dank für deinen tollen Artikel! Ich bin auch deiner Meinung, dass man wenigsten Unity ausprobieren sollte und sich dann ein Bild davon machen sollte.
    Ich werde bald auf 11.04 umsteigen und das MIT Unity… Ich denke es wird noch so einiges getan, damit Unity besser wird – es steckt nunmal noch in den Kinderschuhen.

    Gruß DSIW

  25. Es geht schon los … fast wie beim KDE-Gnome Bashing Ritual .
    Viele Anwender werden diese dümmlichen Streitereien und daraus resultierenden Foks bei Linux wenig abgewinnen können , denn es spaltet meist die Community und bringt die Entwicklung weniger weiter als immer Behauptet.
    GNOME 3 und Unity werden beide eher Verlieren je weiter sich die Desktop auseinander Entwickeln, eine Gemeinsame Entwicklung wäre sicher Besser gewesen.

  26. natty narwhal

    müsste es glaube ich heißen (nicht natty narwal).

  27. Das Vala sooo unbekannt ist, kann man jetzt nicht sagen. Sicherlich nicht so verbreitet wie Python oder normales C++ (also ohne den Qt-Preprozessor). Aber gerade im Bereich Gnome ist Vala schon relativ weit verbreitet und so einige Standardanwendungen von Ubuntu und Fedora laufen damit, z.B. die Fotoverwaltung.

    • Vala ist schon ganz praktisch, wenn man etwa GObject benutzen will, aber ohne C. Bin da gespannt wie sich das entwickelt, aber im Moment fehlt es noch an Dokumentation und IDE-Unterstützung und halt an Verbreitung. Viele Programmierer bleiben halt bei den Sachen, die sie kennen, Veränderungen setzen sich eher langsam durch. Aber Nux war ja vor Natty nichtmal in den Repos.

  28. Moin. Auch von mir vielen Dank fuer diesen Artikel. Du sprichst mir groesstenteils aus der Seele und aus der Erfahrung. Unabhengig davon, was ich von Unity oder Gnome Shell halte, bin ich auch der Meinung, dass der Desktop revolutioniert werden muss.

    Ich nehme diese Meinung aus meinen Beobachtungen von Massen an Gnome2-, Windows-, Mac- und KDE-Nutzern (letztere eher seltener). Es ist, wie du sagt.. der Nutzer kompensiert die Unzulaenglichkeiten der GUI. Oder eben nicht. Dem kann man natuerlich durch Schulungen entgegenwirken. Es ist aber immer wieder schoen zu sehen, wenn Nutzer bei gut designten GUIs ins kalte Wasser springen und sich sofort zurecht finden. Umgekehrt stellen sich einige stets hochgehaltene Konzepte als Nutzerfeindlich heraus.

    Gnome2 ist per se nutzerfreundlicher als Windows. So ziemlich jeder kann alles sofort bedienen, findet alles, usw. In einigen Bereichen scheitern die User am Ende dann aber doch. Man denke da an die voellig zugemuellten Desktops. Oder bestimmte Bedienkonzepte, welche den Nutzer eigentlich ermaechtigen sollen, ihn aber am Ende ueberfordern.

    Ich denke da an MDIs mit Tabs. Wenn ich sehe, wie manche Leute mit ihren Browsern umgehen (seit Wochen 50-100 offene Tabs von denen sie wahrscheinlich nur noch 5 brauchen) frage ich mich, verstehen die das Konzept nicht, oder ist das Konzept das falsche? Der Autor von Scribes hat dazu Ende 2006 einen interessanten Beitrag verfasst: No Tabs, Why?

    Man muss seine User ja nicht fuer dumm verkaufen.. aber es schadet trotzdem nicht auch altgediente Konzepte und Metaphern zu ueberdenken.

    • Dem kann man natuerlich durch Schulungen entgegenwirken.

      Schulungskosten sind ja immer wieder ein Argument gegen Linux, aber eine gute GUI braucht keine Schulung, damit man sie bedienen kann und genau da muss man ansetzen.

      Was der Scribes-Autor über Tabs schreibt ist recht interessant und ich kann seine Meinung nachvollziehen. Dokument/Fenstermanagement gehört eindeutig in die Domäne des Fenstermanagers und Dinge wie Client-Side-Decorations sind auch eine völlige Fehlentwicklung. Unity geht mit der Integration des Compiz Scale-Addons in den Launcher ja schon in die Richtung, sodass das Arbeiten mit SDI-Anwendungen leichter fällt, während KDE eher darauf setzt, Fenster durch KWin zu Tabs zu gruppieren, zwischen denen man dann in der Dekoration wechseln kann. Beide Konzepte sind interessant und haben den Vorteil, dass eine Anwendung nicht auf ein Paradigma festgenagelt ist, sondern der Nutzer/der Fenstermanager das entscheidet. Hier könnte man auch mehr rausholen, wenn die Anwendungen besser mit den Fenstermanagern kommunizieren.

      Daraus ergeben sich aber zwei Probleme: zum einen muss eine gemeinsame Schnittstelle her, denn kein Entwickler hat Lust, jeden Fenstermanager extra zu berücksichtigen, und es muss ein Lösung gefunden werden, wenn die Anwendung auf einer Plattform läuft, die keinen gescheiten Fenstermanager hat (z.B Windows). Es gibt da also viel zu tun.

  29. Habe diesen Artikel nicht bis zu Ende gelesen. Sie schrieben einen dermaßen großen Unfug, dass es mich schüttelt.

    - Unity und Usabilty: alles dauert länger, eine Übersichtlichkeit über die Anwendungen ist nicht gegeben, man muss suchen, suchen, suchen…
    - Gängelung: Unity gängelt, Menus weg, suchen müssen, Zwangsmaximierung, ungeeignet für große Desktops
    - Konfigurationsmöglichkeiten: Mit Unity ist nicht einmal ein Programm zur Änderung der Compiz-Einstellungen installiert; Compiz-Plugins sind aktiviert, ohne Funktion (Funktionstasten, Mausaktionen) dazu Alles das muss man selbst heraus finden
    - Fehler: z.B Maximierung und Wiederherstellung führt zu verschobenen Fenstern, tw. außerhalb des sichtbaren Bereiches
    - Dokumentation: viel Englisch und viel ist falsch
    - Unahbängigkeit? Das ist Abhängigkeit von Canonical

    Und das soll benutzerfreundlich sein? Das ist nervig. Und Anfänger werden es schnell wegwerfen.

    Windows-Nutzer nehemen Windows, weil sie es schon immer taten. Und zu Beginn, weil sie zuvor DOS hatten. Das ist der Hauptrund, pure Gewohnheit.

    Und was Gnome3 angeht: Ich nutze es gerade auf Mint Debian, übrigens mindestens genauso fertig aus der Box wie Ubuntu. Es ist schneller beim Start, braucht weniger Hauptspeicher, bietet bessere Übersicht als Unity, ist besser anpassbar. Und übrigens: Ich nutze es gerade mit Compiz!

    Der Hauptgund aber, weshalb ich nach Jahren nun Mint Debian installiert habe, ist der unglaubliche Hauptspeicherhunger des letzten Ubuntu. Offenbar sind da Memory-Leaks. Nach drei Stunden arbeiten verbrauchte Evolution 1,5 GB, Nautilus 250-400 MB. 2,8 GB Hauptspeicher waren voll und gut 1 GB im Swap-Bereich, alles wurde langsam. Unity wäre nciht das Problem, da ich eh Gonme (Ubuntu Classic) gewählt hatte.

    Alles, was Sie schreiben, stimmt nicht.

    • Habe diesen Artikel nicht bis zu Ende gelesen. Sie schrieben einen dermaßen großen Unfug, dass es mich schüttelt.

      Ist aber meiner Meinung nach sehr zu empfehlen, bevor man Artikel kommentiert.

      Unity und Usabilty: alles dauert länger, eine Übersichtlichkeit über die Anwendungen ist nicht gegeben, man muss suchen, suchen, suchen…

      Das ist falsch, es existiert sehr wohl eine Übersicht über alle Anwendungen, welche die der GNOME Shell gar nicht mal so unähnlich ist.

      Gängelung: Unity gängelt, Menus weg, suchen müssen, Zwangsmaximierung, ungeeignet für große Desktops

      Welche Menüs sind weg? Warum musst du suchen? Warum musst du Fenster zwanghaft maximieren? Und gerade für große Desktops (bei mir 23″) ist Unity geeignet, weil man mehr Platz im Launcher hat. die dort abgelegten Apps kann man dann mit Super + Nummer starten.

      Konfigurationsmöglichkeiten: Mit Unity ist nicht einmal ein Programm zur Änderung der Compiz-Einstellungen installiert; Compiz-Plugins sind aktiviert, ohne Funktion (Funktionstasten, Mausaktionen) dazu Alles das muss man selbst heraus finden

      Die Konfigurationsmöglichkeiten sind in der Tat noch sehr dürftig, aber das steht so auch im Artikel. Ist bei der GNOME Shell aber auch nicht anders.

      Fehler: z.B Maximierung und Wiederherstellung führt zu verschobenen Fenstern, tw. außerhalb des sichtbaren Bereiches

      Den Bug habe ich jetzt nicht, dafür aber andere, eigentlich nur das AppMenu betreffend. Accel-Changing klappt etwa nicht und mit einzelnen Anwendungen gibt es noch Probleme. Ist bei einer so frühen Version auch nicht anderes zu erwarten. daher -> Bug reporten

      Dokumentation: viel Englisch und viel ist falsch

      Ich hab jetzt nicht viel in die Dokumentation geschaut, aber bei ubuntuusers gibt es bereits einen deutschen Wiki-Artikel mit Unterartikeln: http://wiki.ubuntuusers.de/Unity

      Unahbängigkeit? Das ist Abhängigkeit von Canonical

      Da rächt sich die Tatsache, das du den Text nicht gelesen hast. Es geht mir um das Ende von Monolithen-Desktops. Wer jetzt GNOME-Anwendungen und GNOME-Bibliotheken einsetzen will, braucht nicht mehr das ganze eine GNOME zu installieren, sondern er kann zwischen verschiedenen Shells wählen. Deswegen heißt es jetzt auch nicht mehr KDE, sondern KDE SC (Software Compilation), denn du kannst z.B die Plasma Shell entfernen und was eigenes auf den KDE-Libs aufsetzen. KDE SC ist nur eine mögliche Zusammenstellung. Das sollte bei GNOME auch ankommen. Jeder kann die Software verändern und seinen Geschmäckern anpassen. Solange sich alle an Standards halten ist das auch kein Problem.

      Windows-Nutzer nehemen Windows, weil sie es schon immer taten. Und zu Beginn, weil sie zuvor DOS hatten. Das ist der Hauptrund, pure Gewohnheit.

      Und auch der Grund, warum viele Leute Unity ablehnen und lieber bei GNOME 2 bleiben.

      Ich nutze es gerade mit Compiz!

      Das wäre mir neu, dass man die GNOME Shell mit Compiz nutzen kann. Hast du dazu näheres? Oder meinst du GNOME 3 ohne GNOME Shell?

      Der Hauptgund aber, weshalb ich nach Jahren nun Mint Debian installiert habe, ist der unglaubliche Hauptspeicherhunger des letzten Ubuntu. Offenbar sind da Memory-Leaks. Nach drei Stunden arbeiten verbrauchte Evolution 1,5 GB, Nautilus 250-400 MB. 2,8 GB Hauptspeicher waren voll und gut 1 GB im Swap-Bereich, alles wurde langsam. Unity wäre nciht das Problem, da ich eh Gonme (Ubuntu Classic) gewählt hatte.

      Kann ich nicht bestätigen, aber bei Einzelerfahrungen sollte man das nicht gleich auf die Distribution schieben. Vielleicht liegt ja an der Konfiguration, irgendwelchen Fremquellen usw.

  30. Schöner Text. Es wäre tatsächlich wünschenswert, wenn die großen Linux-Desktops auf einem gemeinsamen Standart aufbauen könnten. Das Beispiel mit dem Schlüsselbund war sehr treffend.
    Die fehlende Universalität ist es auch was mich an diesen Desktops stört und weswegen ich nun openbox benutze.

    Wann die Entwicklerteams sich aber darauf besinnen bleibt abzuwarten.

    Wo nun die Vorteile von Unity, Gnome Shell oder dem Plasma-Dektop liegen kommt sicher auch einfach auf den Bedienungsgeschmack an.
    Fehlende Konfigurationsmöglichkeiten machen jedoch den Desktop nicht unbedingt einfacher. Wenn man etwas einstellen will, dessen GUI-Bedienfunktion wegrationalisiert wurde, kommt man viel schneller an den Punkt, an dem man in den tiefen der Kommandozeile graben muss.

    Viele Grüße

    PS: Man kann Debian (z.B. wheezy) heutzutage sehr wohl out of the Box benutzen. Die Geräte meines Thinkpads wurden (bis auf die Kamera) sämtlich direkt erkannt. Unter Windows 7 (!) musste ich alle einzeln von der Herstellerseite herunterladen (dafür funktioniert auch die Kamera).

    • Hm, also in der Debian-Dokumentation (http://www.debian.org/doc/FAQ/ch-choosing.de.html) wird erwähnt, das Pakete in Testing monatelang kaputt sein können, weil das Paket ja erst in Sid überprüft werden muss und erst wenn keine Fehler gefunden werden, dann landet es in Testing. Für mich ist das nichts, produktiv eingesetzte Versionen dürfen keine Entwicklerversionen sein. Debian hat seine Stärken in Stable, was es ja auch auf Servern beliebt macht. Man bekommt ein System, das keine Mucken macht, wenn man es richtig konfiguriert hat. Auf dem Desktop ist mir dann aber Ubuntu lieber, wegen der aktuelleren Software, und Probleme hatten eigentlich immer mit (fehlenden) Treibern zu tun (3D, Drucker, WLAN), aber das dürfte bei allen Distributionen ähnlich sein.

  31. Zeiten des Aufruhrs: Die Desktop-Frage 2011 – Eine Analyse

  32. Also ich habe Unity auf meinem Laptop eine Weile verwendet… und es war so für den “Heimgebrauch” gaz gut bedienbar. Was mich am meisten gestört hat ist, dass Fensterleiste (mit “Datei, Bearbeiten, .. usw) in das obere Panel gewandert ist – übrigens – wie bei Mac!

    Habe jetzt auf Arbeit (2 große Bildschirme) Gnome3 – mal sehen wie es sich im Dauertest so schlägt. Ich finde es hat Vor- und Nachteile gegenüber Unitiy (vieses davon Geschmackssache)

    Wer die Funktionalität von GNome3 etwas erweitern möchte, der sollte sich Linux-Mint mal anschauen!

  33. Die Kinder des Gnoms « FERNmanns Blog

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