Getaggt mit Jailbreak

Android 2.3.3 auf dem iPod touch 1G installieren mit Ubuntu

Ich mag es nicht, alte, aber funktionierende Geräte wegzuwerfen. Für meinen drei Jahre alten iPod touch hat Apple den Support schon seit einiger Zeit eingestellt, iOS 4 gab es nicht und iOS 5 wird es erst recht nicht geben. Für die 3er-Serie gibt es auch keine Sicherheitsupdates mehr, was auch den Browser Safari einschließt, der in dieser Version noch zahlreiche bekannte Sicherheitslücken hat.

Deswegen habe ich entschieden, die Lebenszeit des iPods mit Android ein wenig zu verlängern. Vielleicht werde ich mir ja in Zukunft mal ein “echtes” Android-Gerät kaufen, sodass ich Android hier auf dem iPod touch gleich mal testen kann. Jetzt werden einige vielleicht sagen: Android? Auf einem Apple-Gerät? Geht das? Klar geht das. Die Jailbreak-Szene hat mehr zu bieten als nur einen alternativen App Store und damit Apps, die Apple nicht in den Kram passen, es ist auch möglich, gleich ein anderes Betriebssystem zu installieren. Was bei konventionellen Computern geht, sollte auch bei mobilen Geräten machbar sein, denn selbstverständlich darf jeder auf seinem Gerät das Betriebssystem seiner Wahl installieren.

Da Apple natürlich keine Möglichkeit anbietet, ein alternatives Betriebssystem zu installieren, bedarf es einiger Tricks. Glücklicherweise haben einige Hacker OpeniBoot entwickelt, eine freier Bootmanager ähnlich wie GRUB oder LILO, nur eben für iOS-Geräte. Man kann dann ein beliebiges System parallel zu iOS installieren und beim Start zwischen diesen wählen, in meinen Fall ist das zweit-OS eben Android. Aber allein das reicht noch nicht aus. Ein Vanilla-Android bringt keine Treiber für meinen iPod touch mit, denn normalerweise erledigen das die Hersteller der Android-Geräte, aber Apple wird wohl kaum Treiber für Android programmieren ;-) . Auch hier gibt es jedoch mit iDroid einen Port von Android, der auf mobiler Apple-Hardware läuft, nämlich auf dem iPod touch der ersten Generation sowie dem iPhone der ersten und zweiten Generation.

Die Installation von OpeniBoot und iDroid ist mittlerweile recht einfach. OpeniBoot muss man über das Terminal per USB installieren, die iDroid-Installation selbst erfolgt über Bootlace unter iOS, welches man über Cydia installieren kann – ihr seht schon, das Gerät muss natürlich jailbroken sein, aber man benötigt einen Jailbreak auf Kernel-Ebene wie etwa redsn0w, andere Jailbreaks können funktionieren, müssen aber nicht (jailbreakme oder Spirit funktionieren etwa nicht). Bootlace überprüft vorher, ob der Jailbreak mit iDroid kompatibel ist. Theoretisch sollte die Installation fehlerfrei ablaufen, trotzdem sollte man ein Backup der gespeicherten Daten machen, denn es kann sein, dass etwas nicht funktioniert, dann bleibt nur noch das Wiederherstellen über iTunes. Ausprobieren also wie immer auf eigenen Gefahr.

OpeniBoot könnt ihr hier herunterladen (openiboot.img3), das nötige Installationstool bekommt ihr hier – achtet darauf, die richtige Architektur (x86 oder x86_64) runterzuladen. Anschließend entpackt das Archiv und schmeißt alles in den selben Ordner, sodass die Dateien openiboot.img3, loadibec und oibc nebeneinander liegen.

Danach müsst ihr euer Gerät in den Recovery-Modus versetzen. Dazu

  • das Gerät ausschalten
  • den Home-Button gedrückt halten
  • während der Home-Button gedrückt ist das Gerät per USB anschließen
  • warten, bis das iTunes-Symbol auf dem Display erscheint

Anschließend eine Rootshell (sudo -s) in dem Verzeichnis öffnen, in dem ihr die OpeniBoot-Dateien abgelegt habt. Nach der Installation von eventuell fehlenden Abhängigkeiten könnt ihr OpeniBoot in den Arbeitsspeicher des Geräts laden.

# apt-get install libusb-1.0-0 libusb-1.0-0-dev libreadline6-dev readline-common libreadline6 libreadline-dev
# ./loadibec openiboot.img3

Jetzt sollte OpeniBoot auf dem Gerät gestartet werden. Nun mit dem Power-Button “Console” auswählen und mit dem Home-Button bestätigen, was dazu führt, das auf dem Gerätebildschirm viel Text zu sehen ist. Nach Abschluss des Ladevorgangs seht ihr ein ASCII-Art:

 / _ \ _ __   ___ _ __ (_) __ )  ___   ___ | |_ 
| | | | '_ \ / _ \ '_ \| |  _ \ / _ \ / _ \| __|
| |_| | |_) |  __/ | | | | |_) | (_) | (_) | |_ 
 \___/| .__/ \___|_| |_|_|____/ \___/ \___/ \__|
      |_|

Die Console ist damit einsatzbereit. Sie wird aber nicht vom iPod touch aus bedient (gibt ja keine Bildschirmtastatur), sondern vom Terminal auf eurem Ubuntu-Rechner, indem ihr folgendes Kommando ausführt:
# ./oibc

Im Terminal wird jetzt dasselbe angezeigt wie auf dem Display des iPods, ähnlich einer SSH-Sitzung. Die eigentliche Installation wird über den Befehl
install

eingeleitet. wenn die Installation fertig ist, wird das Gerät neu gestartet durch den Befehl
reboot

OpeniBoot ist jetzt permanent installiert. Die Option “Android” existiert zwar schon, funktioniert aber noch nicht, schließlich ist Android noch gar nicht installiert. Dazu erst wieder iOS booten, Cydia öffnen und das Programm “Bootlace” installieren. Beim ersten Start von Bootlace wird das Gerät überprüft und ein Kernel Patch angewandt. Danach lässt sich im Tab “iDroid” Android in der Version 2.3.3 installieren (iDroid 11.04), updaten und auch wieder deinstallieren. Auch OpeniBoot kann über Bootlace konfiguriert werden, wie das Default-OS und die Wartezeit bis dieses gebootet wird. Die Installation/Deinstallation von OpeniBoot ist hier auch möglich, funktioniert bei mir aber nicht, weswegen ich den Weg über Terminal genommen habe. Außerdem wird auf diesem Weg automatisch eine Datei “norbackup.dump” erstellt, die beim Herstellen des Original-Bootloaders vielleicht nützlich sein könnte.

Endlich kann Android gebootet werden; der erste Start dauert etwas lang. Zu iOS zurück gelangt man, indem man Power- und Home-Button für etwa 2 Sekunden lang gemeinsam drückt und im darauf erscheinenden Fenster “Ausschalten” ausgewählt, danach kann man in OpeniBoot wieder iOS booten.

Was bringt da ganze? Nun, im gegenwärtigen Zustand ist iDroid eher als ein Proof-of-Concept zu verstehen, denn richtig Android nutzen geht damit nicht. So sind aus rechtlichen Gründen die Google Anwendungen nicht mit dabei, darunter der Market. Es bringt auch nichts, von anderen Geräten oder irgendwelchen Quellen im Internet den Market nachzuinstallieren, denn Google lässt nur autorisierte Geräte von Herstellern wie HTC, Motorola, Samsung etc in den Market. Einzelne *.apk Dateien lassen sich aber installieren. Die Geschwindigkeit ist auch etwas langsam, womöglich wegen der noch unreifen Unterstützung der Hardware. Außerdem fehlt es dem iPod touch an Knöpfen wie dem Menü- oder Zurück-Button, die aber durch On-Screen-Buttons in der Statusleiste ersetzt werden. Auch das Android-Plugin für Eclipse erkennt ein iDroid-Gerät sofern man das USB-Debugging aktiviert, eine simple Hello-World-Anwendung ließ sich aber nicht auf das Gerät übertragen und dort starten.

Positiv ist aber, das die neuste Android-Version 2.3.3 zum Einsatz kommt. Viele native Android-Geräte kommen mit 2.2, 2.1, oder gar noch älteren Versionen wie 1.6 daher, Updates vom Gerätehersteller gibt es nicht, also ein ähnliches Problem wie bei Apple.

Wie kriegt mans wieder runter? iDroid lässt sich wie bereits erwähnt über Bootlace deinstallieren. Für OpeniBoot muss man das Gerät wieder per USB an den Rechner anschließen und in OpeniBoot den Konsolen-Modus starten. Danach sind nur noch drei Befehle im Terminal auf dem Ubuntu-Rechner notwendig:

# ./oibc
uninstall
reboot

Fazit: Noch muss man ein bisschen warten, bis iDroid schneller und der Market nutzbar wird, aber auch jetzt kann man damit seinen Spaß haben. Für einen wirklich produktiven Einsatz muss natürlich früher oder später ein natives Android-Gerät her, zum testen taugt es aber, und bisher gefällt mir Android ganz gut, vor allem wegen der höheren Freiheit des Nutzers.

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Multitasking. There’s an app for that.

WebOS – das Betriebssystem des Palm Pre – ist ja momentan derjenige Kandidat, der Multitasking am schönsten umgesetzt hat. Nach einem Druck auf den Home Button wird die App herausgezoomtund man kann zwischen allen laufenden App hin- und her wechseln, welche als sogenannte “Cards” dargestellt werden. Apple hat den iPhone-Nutzern so eine Funktion bisher vorbehalten. Doch das iPhone wäre nicht das iPhone, wenn es nicht eine App für dieses Problem gäbe.

Zwar gibt es diese App, die sich ProSwitcher nennt, nicht im App Store. Klar, schließlich dürfen Programme, die mit dem offiziellen SDK entwickelt wurden, für gewöhnlich nicht in das System eingreifen und im Hintergrund laufen. Deswegen ist ProSwitcher nur den gehackten iPhones vorbehalten, und falls wer noch nicht gejailbreakt hat, dann ist ProSwitcher ein weiterer Grund dies nachzuholen.

ProSwitcher ist als Ergänzung zu Backgrounder gedacht. Backgrounder gab es schon seit längerer Zeit in Cydia und machte es möglich, mehrere Apps auf die gleiche Weise im Hintergrund laufen zu lassen, wie es der Safari und Mail.app schon von Haus aus tun, nur eine vernünftige Übersicht fehlte.

Dies rüstet Proswitcher nun nach. Per Tastenkombi wird über das SpringBoard eine Übersicht über die laufenden Programme gelegt, jede einzelne “Card” ist mit dem App-Namen betitelt und kann über ein Fingerwischen geschlossen werden – wie eben beim Pre.

Wer ProSwitcher jetzt selbst ausprobieren will, der sollte sich sein iPhone schnappen, Cydia öffnen und folgende Paketquelle eintragen:

http://booleanmagic.com/repo/

Nach der Installation des ProSwitcher-Paketes und einen Neustart der grafischen Oberfläche steht ProSwitcher zur Verfügung. Unter Einstellungen->ProSwitcher->Activation Methods kann dann konfiguriert werden, wie ProSwitcher gestartet werden soll. Ich persönlich habe die zweite Einstellung ausgewählt.

Lizenziert ist ProSwitcher unter der GNU Lesser General Public License.

Update: ProSwitcher befindet sich jetzt in den Standard-Community-Sources. Das Hinzufügen der Paketquelle entfällt somit.

[via golem.de]

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Erster Wurm fürs iPhone im Umlauf

Wer seinem iPhone oder seinem iPod touch einen Jailbreak verpasst hat, der wird wahrscheinlich auch einen Paketmanager wie Cydia benutzen. Beim ersten Start wird man gleich erstmal mit einem Auswahlfenster konfrontiert:

Cydia_Filters

Diese Modiauswahl hat natürlich einen Grund. Zwar bekommt man im Hacker- oder Entwickler-Modus mehr Pakete zur Auswahl gestellt, doch dies sind zusätzlich zu den grafischen Programmen auch Konsolenanwendungen oder auch Serverdienste. Einer dieser Serverdienste ist SSH. Mit SSH kann man über das Internet mittels einer verschlüsselten und authentifizierten Verbindung einen Rechner fernwarten. Dies ist vor allem für Serveradmins sehr nützlich und hat sich deshalb sehr gut etabliert. Allerdings lässt sich jedes Werkzeug auch missbrauchen und das ist beim iPhone jetzt passiert.

Das Betriebssystem von iPhone und iPod touch basiert genau wie der große Bruder Mac OS X auf BSD, einem Unix-Derivat. Und wie jedes Unix-Betriebssystem hat auch das iPhone einen Root-Account welcher per Default mit dem Passwort alpine geschützt ist. Das bedeutet: Jeder kann sich auf eurem iPhone einloggen und alles damit tun was er will, wenn ihr OpenSSH installiert und das Passwort nicht geändert habt.

Man möchte meinen, dass jeder, der SSH auf dem iPhone nutzt, ja entweder Hacker oder Entwickler ist und demnach wissen sollte, dass es keine gute Idee ist, einen Serverdienst mit Standard-Passwort laufen zu lassen ;) . Dem scheint aber nicht so zu sein. Wie apfeltalk.de berichtet, ist ein Wurm, der diese “Lücke” ausnutzt, bereits im Umlauf. Dabei geht der Wurm ganz simpel vor. Er scannt erstmal im WLAN-Netz nach weiteren iPhones (soll im Netz von amerikanischen Unis sehr erfolgreich sein) und versucht dann, sich über SSH auf dem Standard-Port 22 mit Benutzernamen root und Passwort alpine anzumelden. Ist dies erfolgreich, legt der Wurm eine Kopie von sich auf dem infiziertem Gerät ab welches daraufhin versucht weitere Geräte zu infizieren. Ein ganz normaler Wurm eben.

Doch gegen sowas gibt es Abhilfe. Es ist einfach eine Konfigurationssache. Zuerst einmal sollte man überprüfen, ob OpenSSH auf dem iPhone überhaupt installiert ist. Dies erreicht man, indem man in Cydia unter Verwalten auf Pakete geht und nach OpenSSH sucht. Braucht man den Dienst sowieso nicht, so kann man ihn auch gleich deinstallieren (und dadurch weniger Angriffsfläche bieten). Wenn man ihn braucht, dann sollte man schleunigst die Passwörter der Benutzer root sowie mobile ändern.

Am besten geht dies, in dem man eine SSH-Verbindung zum iPhone herstellt. Die IP kann man unter Einstellungen->Wi-Fi-Netzwerke->SSID des Netzwerks->IP-Adresse herausfinden. Dann kann man unter Linux und Mac OS X übers Terminal und unter Windows mit Putty die Verbindung zustandebringen:

$ ssh mobile@ip-des-iphones

Nach dem akzeptieren des Schlüssels und der Eingabe des Standard-Passworts ist man als Benutzer mobile auf dem iPhone eingeloggt. Mit
$ passwd mobile

lässt sich nun das Default-Passwort für den User mobile, unter dem die grafischen Programme laufen, ändern. Nun noch die Prozedur für root. Mit
$ su

öffnet sich eine root-Shell. Wieder mit dem Default-Passwort alpine erlangt man root-Rechte im Systen. Den nächsten Befehl kann man sich nun denken:
# passwd root

Nach einem zweimaligen
# exit
$ exit

wird die Verbindung unterbrochen und euer iPhone ist ein großes Stück sicherer geworden.

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iPhone OS 3.1.2: Jailbreak mit blackra1n, Backup mit AptBackup

Nun, da blackra1n schon seit einiger Zeit draußen ist, habe ich den virtuellen Gefängnisausbruch auch endlich an meinen iPod touch 1G ausprobieren können. Der Grund, warum das solange gedauert hat, war, dass man eine waschechte Dose für den Jailbreak braucht. Ich hatte aber nur eine virtuelle Maschine im Angebot, mit der sich blackra1n nicht so recht anfreunden wollte. Mit einer nativen Vista64-Installation hat’s dann doch noch geklappt (danke an die Person die mir da schnell ausgeholfen hat :-) ). Anstöpseln, blackra1n starten und auf “make it ra1n” klicken. Das manuelle Versetzen in den Recovery-Modus war nicht nötig. Einen einfacheren und schmerzfreieren Jailbreak habe ich noch nicht gesehen. Nach der Prozedur befand sich eine App namens blackra1n auf dem SpringBoard. Mit der konnte man dann einen der drei Paketmanager installieren: Cydia, Icy oder Rock. Welchen man nimmt ist egal, letztendlich setzen sie ja alle auf APT auf.

blackra1napp

Und wenn wir schon von APT reden, dann kann ich euch an dieser Stelle gleich AptBackup vostellen. Mit der Software konnte ich alle meine Cydia-Apps wieder zurückspielen: Die ganze Magic läuft folgendermaßen ab: Vor dem Jailbreak AptBackup starten und “Backup” drücken. Nach dem Jailbreak AptBackup starten und “Restore” drücken – bang, alle Cydia-Pakete werden erneut installiert. Wichtig ist nur, dass ihr per iTunes ein Backup gemacht habt. AptBackup klinkt sich da nämlich mit rein.

aptbackup

Die Software iFuse, über welche ich Anfang September gebloggt habe, funktioniert übrigends weiterhin mit iPhone OS 3.1.2.

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Schneller scrollen mit QuickScroll 2

Manche iPhone/iPod touch User kennen vielleicht das Problem: Man hat einen langen Text und braucht irgendwas von ganz unten, hat aber keine Lust ewig und drei Tage auf dem Display rumzustreichen. Für Jailbreaker gibt’s allerdings die Software QuickScroll, welche das Problem löst. Mittlerweile ist Version 2 verfügbar. Anders als bei Version 1 muss man sich keine Geste merken, um ein Popup zu öffnen in dem man dann letztendlich scrollen kann. Jetzt werden vertikale und horizontale Scrollbars verwendet, die nach einmaligem Tippen angezeigt werden. Das Programm liegt im BigBoss Repository und besitzt die ID hk.kennytm.quickscroll.

quickscroll2

Unter Einstellungen>QuickScroll lässt sich unter anderem die Funktionalität für einzelne Programme deaktivieren, wie zum Beispiel für das SpringBoard, wo ich die Scrollbalken als störend empfinde.

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redSn0w für Linux

Und ein weiterer Schritt in Richtung Linux+iPhone. Ab Version 0.8 läuft das Jailbreak-Tool redSn0w nämlich auch unter Linux. Damit das ganze startet, müssen die Ausführrechte richtig gesetzt sowie die Bibliothek libwxgtk2.8-0 installiert sein:

$ sudo apt-get install libwxgtk2.8-0

Dann mit
$ ./redsn0w

im entpackten Verzeichnis den Jailbreak starten. Falls redSn0w noch weitere Bibliotheken anzeigt die benötigt werden, diese ebenfalls nachinstallieren.
redsn0w_linux1

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Icy – das bessere Cydia?

Icy_Details Gejailbreakte iPhones verwenden ja bekanntlich den auch in Ubuntu und Debian zum Einsatz kommenden Paketmaneger APT für Softwareinstallation und -verwaltung. Dieser läuft allerdings auf der Konsole. Unter Ubuntu wird hierfür Synaptic als grafischer Aufsatz eingesetzt, wogegen bei mir bisher Cydia unter iPhone OS den Kopf hinhalten musste.
Dieses erwies sich zwar als sehr brauchbar, allerdings auch als sehr langsam. Beim Starten wurden erst mal irgendwelche News geladen, die mich persönlich nicht interessierten, dann brauchte es eine Weile bis die Paketquellen eingelesen und aktualisiert wurden und bis man endlich arbeiten konnte, konnte schon einige Zeit vergehen. Beim Anzeigen der Paketdetails wurden die Inhalte stufenweise geladen (so tauchten die Screenshots erst später wie von Geisterhand auf) und so weiter. Doch ich habe diesen Post nicht geschrieben um euch mit meinem Gequatsche über Cydia auf die Nerven zu gehen.
Vielmehr möchte ich euch eine Alternative zu Cydia aufzeigen: Icy, welcher seit RedSn0w 0.7.2 installiert werden kann und welchen ich dadurch für mich entdeckt habe. Icy setzt genau wie Cydia auf APT auf, ist aber in meinen Augen um ein vielfaches schneller. Er verfügt zwar nicht über so viele Funktionen vie Cydia, so gibt es beispielsweise keine kostenpflichtigen Apps zu kaufen, hat aber dafür eine viel schlankere und schönere GUI. Icy verwendet die selben Paketquellen wie Cydia und kann mit Cydia parallel verwendet werden – alle mit Icy installierten Pakete erscheinen in Cydia und umgekehrt. Schließlich sind beide eigentlich nur Oberflächen für ein und diesselbe App.

Icy_CategoriesIcy_Sources

Übrigends: Wessen iPhone bereits jailbroken ist, der braucht es nicht neu jailbreaken nur um Icy zu bekommen, denn Icy kann auch über Cydia nachträglich installiert werden. Dafür muss man nur die Paketquelle http://apt.ripdev.com hinzufügen.

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iPhone OS 3.0 jetzt jailbreakbar (Update)

Nach nur drei Tagen hat das iPhone Dev Team den RedSn0w-Jailbreak fertiggestellt. Mit diesem lässt sich ein iPod touch 1st Gen, iPod touch 2nd Gen, iPhone oder iPhone 3G mit Firmware 3.0 jailbreaken. Einfach RedSn0w entweder für Mac OS X oder für Windows herunterladen, starten und die Hinweise auf dem Bildschirm GENAU beachten. Anschließend steht Cydia auf dem Homescreen zur Verfügung, welches ab sofort in deutscher statt in englischer Benutzeroberfläche daherkommt. Allerdings sind die Bildschirmtexte etwas zu lang geworden und daher teilweise nicht lesbar. Es wird aber sicherlich bald ein Bugfix erscheinen.

Cydia_Deutsch_3Cydia_Deutsch_3_Bildschirmtextzulang

Ich verlinke hier mal absichtlich NICHT auf das entsprechende Tool, da die Legalität des Jailbreaks umstritten ist. Apple hat zwar bisher noch nichts dagegen unternommen, aber sicherlich wird jeder, der überhaupt einen Gedanken ans jailbreaken verschwendet, auch die Fähigkeit besitzen, eine Suchmaschine zu bedienen ;)

Update: Das Devteam hat wegen einigen Problemen, die der Jailbreak verursachte, RedSn0w 0.7.2 nachgeschoben. Dort wird auch erstmalig der Paketmanager Icy unterstützt , welcher ebenfalls auf Apt aufsetzt.

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Neue Version von Backgrounder erschienen

Die iPhone-Applikation Backgrounder, welche es gejailbreakten iPhones erlaubt Programme im Hintergrund laufen zu lassen, ist in der neuen Version svn.r230 erschienen. Das Update besteht hauptsächlich aus zwei Neuerungen:

Badges

Programme, die man via Backgrounder in den Hintergrund geschickt hat, sind jetzt durch einen Badge, also einen Aufkleber am Homescreen-Icon der App, gekennzeichnet. So weiß man auf den ersten Blick welche Apps überhaupt noch laufen und welche nicht.

Backgrounder 002

Task-List

In den Einstellungen von Backgrounder.app unter Global->Mode lässt sich die sogenannte Task-List aktivieren. Drückt man den Homebutton 2x oder ein paar Sekunden (je nach Einstellung), so erscheint eine Art Applikation Switcher, mit dem man in eine andere, gerade laufende Applikation wechseln kann, ohne zum Homescreen zurückkehren zu müssen.

Backgrounder 001

Streicht man mit dem Finger von Links nach Rechts über einen Eintrag, so erscheint der Button”Force Quit”. Betätigt man diesen, wird die gewählte Applikation abgeschossen. Kennt man ja vom Windows Taskmanager.

Das Update lässt sich über die Upgrade-Funktion von Cydia einspielen. Das Paket selbst liegt im BigBoss Repository.

[via iPhone-Blog]

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Growl für iPhone und iPod touch

GriP Mac-User kennen wahrscheinlich Growl, ein Benachrichtigungssystem, dass über System-Ereignisse mit einer schicken schwarzen Pop-up Box informiert. Ubuntu-User kommen seit Version 9.04 ebenfalls in den Genuss solch eines Features. Mit dem Programm GriP, dass unter der BSD-Lizenz steht, geht das alles nun auch auf dem iPhone (Jailbreak erforderlich).

Die Installation ist etwas frickelig. Zuerst muss man das Paket hk.kennytm.grip-0.1-11e.deb irgendwie aufs iPhone bekommen. Das geht z.B mit dem Safari Download Plugin per SFTP oder über wget. Speichert das Paket einfach irgendwo auf dem iPhone ab – ihr müsst euch nur den Pfad notieren.

Anschließend per PuTTY oder einem anderen SSH-Client zum iPhone verbinden(OpenSSH muss dazu auf dem iPhone installiert und eingeschaltet sein). Der Benutzername ist root, weil ihr entsprechende Rechte braucht, um das Paket installieren zu können. Das Standard-Passwort ist alpine.

Anschließend folgende Befehle eingeben:

  • cd VERZECIHNIS
  • dpkg -i hk.kennytm.grip-0.1-11e.deb
  • killall SpringBoard

    VERZEICHNIS natürlich durch den Pfad ersetzen, wo ihr die Datei abgespeichert habt.Ihr könnt übrigends in den Einstellungen GriP euren Bedürfnissen anpassen.

    Wenn ihr GriP wieder deinstallieren wollt, dann könnt ihr das bequem über Cydia erledigen (Manage->Packages->GriP->Remove)

    [via fscklog]

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