Getaggt mit Meinung

Warum Unity gut für den freien Desktop ist

Am heutigen Tage ist die neue Ubuntu-Version 11.04 “Natty Narwhal” erschienen. Dies ist ein wichtiges Release für Ubuntu, weil es nicht mehr wie seit dem ersten Release 4.10 auf GNOME mit dem klassischen Panel als Standard-Desktop setzt, sondern auf eine Eigenentwicklung namens Unity. Über Unity wurde seit der Bekanntmachung und während der Beta-Phase viel diskutiert und geredet, einige haben konstruktive Kritik angebracht, andere haben sich beschwert, dass Unity nicht genauso ist wie ihr alter Desktop und dass sie jetzt (mal wieder) zu Debian oder dessen Derivaten wechseln.

Jedoch ist Unity auch nicht ausgelegt auf Leute, die in Erwägung ziehen, Debian zu benutzen. Zwar ist Debian eine super Distribution ohne die Ubuntu nicht existieren würde und die auf Servern eine sehr gute Figur macht, und auch auf Desktops, deren Anwender Zeit haben, ihr System ihren Wünschen entsprechend zu konfigurieren, und es mag sicherlich eine Schnittmenge der Ubuntu- und Debian-Zielgruppen geben, aber Ubuntu will auf die Desktop der Massen. Der normale Desktop-Anwender konfiguriert nicht tausende von Stellschrauben, er macht sich nicht einmal die Mühe, die Einträge im Windows-Startmenü vernünftig zu ordnen, stattdessen fliegt alles irgendwo rum.

Eine Revolution des Desktop ist nötig

Mal ehrlich: Das Bedienkonzept, das klassische Desktopoberflächen mitbringen, hat versagt. Wer schon einmal Leute beim Arbeiten beobachtet hat, die von Computern wenig verstehen, dem wird auffallen, dass sie ihre Arbeit viel effizienter und schneller erledigen könnten, sie aber die entsprechenden Funktionen gar nicht kennen und viele Dinge total umständlich bewältigen. Der Anwender versucht, die Unzulänglichkeiten der GUI zu kompensieren, obwohl die GUI eigentlich den Anwender unterstützen sollte!

Man könnte meinen, dass Windows dies noch besser hinkriegt als Linux und es deswegen auch weiter verbreitet ist. Der Grund, warum noch so viele Leute Windows benutzen, ist jedoch nicht, dass die Oberfläche so toll ist. Die große Stärke von Windows ist und bleibt die Kompatibilität, durch seine hohe Verbreitung gibt es fast nichts, was damit nicht funktioniert, und Microsoft kommt auch nicht auf die Idee, alle paar Releases komplette Subsysteme durch neue zu ersetzen, wodurch Entwickler eine höhere Sicherheit haben. Linux kann und wird Windows niemals im Bereich Kompatibilität überholen, weil es dafür einen höheren Marktanteil haben müsste, für den es aber mehr Kompatibilität braucht. Also muss Linux auf anderen Gebieten punkten, und zwar auf dem Gebiet der Usability.

Genau dieser Mission hat sich offenbar Canonical mit Ubuntu verschrieben. Keine Distribution, keine Desktop-Umgebung, ob GNOME oder KDE, hat es bisher geschafft, Linux auf die Desktops der Massen zu bringen. KDE nicht, was wohl der leistungsfähigste Desktop sein wird, von dem der Laie durch seine vielen Konfigurationsoptionen und durch die ganzen Features und die verschiedenen Möglichkeiten, eine Sache zu machen, jedoch total überfordert ist. Das altbackene GNOME 2 lockt heute auch niemanden hinterm Ofen vor. Einzig Compiz hat dafür gesorgt, dass es noch zeitgemäß blieb.

Also müssen neue Konzepte erarbeitet werden, der klassische Desktop muss umgekrempelt werden hin zu neuen Paradigmen, die von normalen Menschen besser verstanden werden können. Apple setzt die Messlatte hier hoch an, mit dem iPad hat das Unternehmen einen neuen Formfaktor salonfähig gemacht, und mit Mac OS X 10.7 alias “Lion” wird es ebenfalls mit “Launchpad” und “Mission Control” einige Umwälzungen geben. KDE ist mit Plasma und KWin schon etwas in diese Richtung gegangen, wesentlich weiter geht hier überraschenderweise GNOME (verkehrte Welt, irgendwie) mit der GNOME Shell, welche ein völlig neues Bedienkonzept einführt. Es gibt keine Applets und kein Anwendungsmenü mehr, stattdessen läuft das Starten und das Wechseln zwischen Anwendungen und der ganze Rest über den Aktivitäten-Bildschirm ab. Das kürzlich erschienene GNOME 3.0 macht alles anders wie sein Vorgänger, alte Konzepte werden komplett über Bord geworfen und durch neue ersetzt. Die ganzen Neuerungen kann man sehr schön im Standard nachlesen.

Jetzt wird man sich natürlich fragen, warum Ubuntu nicht einfach GNOME 3 mit ausliefert, schließlich decken sich doch die Ziele der beiden: nämlich einen Desktop zu entwickeln, welcher von jedem gut bedient werden kann und diesen Desktop dann auch an den Mann zu bringen.

Probleme von GNOME 3

Das Problem ist, dass GNOME dieses Ziel zwar anpeilt, es aber übertreibt und deswegen verfehlt. Während KDE alle Macht dem Nutzer geben will, damit dieser sich seinen Desktop selber gestallten kann, glaubt GNOME, alles besser zu wissen und nimmt dem Nutzer so gut wie alle Konfigurationsmöglichkeiten. Ein Desktop, welcher es dem Nutzer nicht einmal erlaubt, den Computer auszuschalten, kann nicht dazu beitragen, die Verbreitung des Linux-Desktop zu fördern. Und der Hinweis, man könnte die Option über Konfigurationseditoren oder das Terminal wieder aktivieren, führt genau zu dem Ruf, den Linux heute hat, nämlich dass man selbst für alltägliche Aufgaben das Terminal braucht oder man in der Dokumentation nachlesen muss (da steht nämlich, dass durch Drücken der ALT-Taste der Eintrag “Ausschalten” wieder angezeigt wird).

Weiterhin benötigt GNOME 3.0 zwingend 3D, weil der Fenstermanager Mutter mit Clutter arbeitet, was nunmal OpenGL erfordert. User ohne funktionierende 3D-Unterstützung landen in einem Fallback-Modus, welche GNOME 2 nachgeahmt ist, aber nur einen Brucheil der Funktionen bietet und daher eher eine Notlösung ist. Dies betrifft alle User, die eine aktuelle AMD- oder Nvidia-Grafikkarte im Rechner haben und ein Linux-System über die Live-CD ausprobieren. Aus lizenzrechtlichen Gründen kann man die nötigen proprietären Treiber nicht mitliefern.

Ein weiterer Nachteil der GNOME Shell ist, dass sie auf Netbooks keine gute Figur macht. War Linux doch das Standard-System auf dem ersten Netbook, dem eee PC 701, so sollte genau dort der Fokus liegen. Die GNOME Shell erfordert allerdings viel Mausbedienung, was ja gerade mit einem Touchpad eher hinderlich ist. Unter GNOME 2 konnte man mit Compiz über entsprechende Tastenkombinationen viel effizienter navigieren. GNOME 3 benötigt hier auch massig Platz, die Fenster sind klobig und das Panel zu dick, hinzu kommt noch das Menü und die Titelleiste – gerade auf kleinen Displays auf denen jeder Pixel zählt ein Ärgernis.

Vorteile von Unity

Hier kommt Unity ins Spiel, denn es setzt auf das bewährte, stabile und leistungsfähige Compiz. Dies ist ein Riesenvorteil. Compiz war eine der Anwendungen, die mich letztendlich zum Wechsel auf Linux und damit Ubuntu bewegt haben. Die schönen Effekte waren zwar ganz nett, aber mit Compiz und den entsprechenden Plugins ist das Arbeiten viel effizienter. Unter der GNOME Shell müsste ich auf all das verzichten. Warum war es nötig, Compiz über Bord zu werfen und einen neuen Fenstermanager namens Mutter zu entwickeln, der im Endeffekt das gleiche machen soll?

Weiterhin funktioniert Unity auch ohne 3D-Beschleunigung. Zwar ist Unity eigentlich ein Plugin für den 3D-Fenstermanager Compiz, doch die Ubuntu-Entwickler haben einfach Unity2D aus der Taufe gehoben, welche letzendlich genauso funktionieren soll wie das normale Unity, welches aber mit dem traditionellen 2D-Fenstermanager Metacity zusammenarbeitet.

Unity setzt auch viel mehr auf Tastenbedienung. Programme startet man am besten, indem man die Super-Taste drückt und anfängt, den Programmnamen zu tippen. Sobald das gewünschte Programm in den Suchergebnissen erscheint, drückt man Enter. Also genauso, wie es bereits Launcher wie GNOME Do gemacht haben. Hier kommt mir Unity sehr entgegen, weil ich das bereits so gewohnt bin.

Auch Docks habe ich bisher immer genutzt. Das Dock von Unity ist auch sehr schön umgesetzt, es arbeitet wie alle Docks programmorientiert, nicht fensterorientiert. Hat ein Programm mehrere Fenster, wird beim Klicken auf das Icon das Scale-Plugin von Compiz aktiviert, wodurch die Fenster des Programms in einer Übersicht dargestellt werden. Hält man die Super-Taste gedrückt, werden einem die Shortcuts angezeigt, mit denen man die Programme leichter starten kann. Die von Windows 7 abgeschauten Qucklists sind auch ziemlich praktisch, auch wenn man hier bei mehr Programmen Unterstützung einbauen sollte, was man aber auch selber machen kann, siehe das Beispiel links.

Das Arbeiten mit Workspaces funktioniert nun endlich benutzerfreundlich. Gerade Anfänger kamen mit der bisherigen Funktion in GNOME 2 nicht zurecht und haben sich gewundert, wo ihre Fenster jetzt sind und und haben gar nicht verstanden, was Workspaces eigentlich sind. Die grafische Unity-Umsetzung macht das einiges besser, auch wenn ich mir die Möglichkeit wünschen würde, zusätzliche Workspaces hinzufügen oder entfernen zu können, wie es etwa die GNOME Shell bietet.

Das Panel von Unity ist ebenfalls ein willkommene Verbesserung. Durch das globale Menü, genannt AppMenu, wird die Menüleiste in das Panel verlegt, d.h die Fenster haben nun kein eigenes Menü mehr, stattdessen wird das Menü des aktiven Fensters im Panel angezeigt (vgl. das Globalmenu-Project, welches ähnliches unter GNOME 2 realisiert). Wird das Fenster aktiviert, werden auch die Fensterknöpfe und der Fenstertitel ins Panel verlagert (jetzt weiß man auch, warum Mark die Fensterknöpfe unbedingt links haben wollte). Das Menü ist dann ein Overlay, welches beim darauffahren erscheint. Dies ist ein echter Platzgewinn auf kleinen Displays. Unity hält sich immer dezent zurück und schiebt sich nicht ständig in den Vordergrund, um Platz zu verschwenden oder den Nutzer zu nerven, es ist recht minimalistisch und damit für Netbooks erst recht geeignet.

Auch merzt das Panel einige Bugs aus, die mich beim alten GNOME Panel genervt haben. Oftmals bekam ich die Meldung, dass irgendein Applet nicht geladen werden konnte. Ein beherztes killall gnome-panel half dann meistens. Manchmal wurde auch die Reihenfolge der Applets vertauscht, die man dann mühevoll wieder richtig sortieren musste. Der Benachrichtigungsbereich war auch ziemlich durcheinander, die Icons hatten unterschiedliche Größen und Abstände, das Klickverhalten machte auch jeder anders, Die neuen Indikatoren in Unity sehen aus wie aus einem Guss, sie haben alle den gleichen monochromen Stil und den gleichen Abstand, öffnen tunt sie sich per Linksklick. Leider lassen sich die Indikatoren nicht konfigurieren. Ich würde mir noch wünschen, dass man die z.B per gedrückter mittlerer Maustaste umsortieren kann.

Beide kochen nur mit Wasser

Generell lässt die Konfigurierbarkeit von Unity sehr zu wünschen übrig. Defaultmäßig gibt es folgendes Konfigurationsmenü:

Zwar lässt sich durch die Installation des CompizConfig Setting Managers wesentlich mehr konfiguerieren, auch über den dconf-editor lässt sich einiges einstellen. Jedoch bringt uns das wieder zu GNOME 3, wo auch immer argumentiert wird, dass man ja über entsprechende Tools alles konfigurieren könnte. Dies ist jedoch nicht benutzerfreundlich, Der Desktop muss sinnvolle Voreinstellungen bieten sowie ein Werkzeug, in dem man einige Einstellungen tätigen kann, die jeder User versteht, und dann zusätzlich noch die Möglichkeit mehr zu konfigurieren für erfahrene Anwender – wegen mir auch über die Kommandozeile oder den dconf-edior.

Ein weiterer negativer Punkt an Unity ist die Zahl der Bugs und Implementierungsfehler. Da wären diese neuen Overlay-Scrollbars, wie man sie etwa vom iPhone kennt. Diese funktionieren in einigen vorinstallierten Anwendungen wie Firefox oder LibreOffice, aber auch in nativen GTK+-Anwendungen wie Geany nicht. Offensichtlich müssen die Anwendungen gepatcht werden, und bei Nicht-GTK+-Anwendungen funktionieren die Scrollbars sowieso nicht. Die Fensterschatten sind nicht mehr änderbar (was aber gewollt ist, siehe Bug #708963), am meisten Probleme bereitet jedoch das AppMenu: So funktioniert das Accel-Changing bei GTK+-Anwendungen nicht, bei SWT-Anwendungen wird erst gar kein Menü angezeigt, es gibt Fehler in Menüs, die eigene Icons verwenden und wenn man die automatische Fensterselektion aktiviert hat ist es nahezu unmöglich, das Menü zu erreichen.

Ein Problem, welches zwar nicht direkt die Anwender, wohl aber die Entwickler betrifft ist, dass die 3D-Version und die 2D-Version von Unity völlig unterschiedliche Codebasen besitzen. Unity2D ist in C++ geschrieben, was für etwas so wichtiges wie eine Desktop-Shell ja sinnvoll ist, und es verwendet das Framework Qt, welches bereits in KDE und vielen anderen freien wie unfreien Projekten zum Einsatz kommt. Unity3D jedoch ist in der relativ unbekannten Sprache Vala geschrieben und in dem noch unbekannteren Toolkit Nux, dass sonst keiner benutzt. Mir wäre es lieber gewesen, die Entwickler hätten eine Unity-Version erstellt, welche dann mit einem optionalen Compiz-Plugin etwa via D-Bus kommuniziert und so die Effekte zeichnet, wenn es Hardware und Treiber erlauben (allerdings ist D-Bus in Compiz gerade kaputt). KWin bekommt es ja auch hin, unabhängig von vorhandener 3D-Unterstützung zu funktionieren und bietet sogar noch mit XRender, OpenGL und OpenGL ES verschiedene Backends an.

Dies alles sind aber Dinge, die Unity und GNOME Shell gleichermaßen betreffen und bei jungen Projekten immer zu erwarten sind. Die Bugs werden früher oder später gefixt werden, und vielleicht haben die GNOMEler doch ein Einsehen, überdenken ihr Konzept und lassen dem User etwas mehr Freiheiten. Unity hingegen sollte sich etwas mehr Konzept überlegen, eine Shell im Laufe der Entwicklung ständig auf verschiedene Toolkits zu portieren (GTK+, Clutter, Qt, Nux) erzeugt nur Aufwand und frisst Zeit, die nötig ist, das Programm weiterzuentwickeln.

Abwarten und Tee trinken

Zwar halte ich Unity für das bessere Konzept, weil es nicht ganz so radikal ist wie GNOME 3 und einige alte Konzepte beibehält, etwa einen ständig sichtbaren Programmwechsler, das Beibehalten von Desktop-Icons und das Setzen auf das bewährte Compiz. Jedoch bricht die Konkurrenz zwischen Unity und GNOME Shell den Monolithismus, der unter den Desktop-Umgebungen früher vorherrschte. Man musste sich zwischen GNOME und KDE entscheiden, und damit auch zwischen GNOME- und KDE-Anwendungen. Es ist besser, sie auf die eigentliche Shell zu konzentrieren, die Anwendungen vom Desktop unabhängiger zu machen und auf gemeinsame Standards (hörst du, Canonical?) zu setzen. KDE hat sich auch deswegen in KDE SC (Software Compilation) umbenannt, um darauf hinzuweisen, dass der KDE-Desktop eben nur eine mögliche Zusammenstellung aus Komponenten ist, und man auch einzelne Komponenten anders verwenden kann. Nun hat der Nutzer die Wahl zwischen Unity, GNOME Shell und Plasma sowie zahlreichen weiteren Shells, die Basis-Komponenten sollten jedoch die gleichen sein. Es ist eine totale Usability-Bremse, wenn der Nutzer eine Anwendung installiert und diese plötzlich ein anderes Schlüsselbund-System verwendet.

Letztendlich wird die Zeit zeigen, welches Konzept den Nutzern besser gefällt. Wird Unity ein Flop, kann man immer noch zu einer anderen Distribution wechseln und man hat nichts verloren. Und wenn niemand GNOME Shell verwenden will, kommt das nur Ubuntu zu gute (darauf spekuliert Canonical wohl). Und wenn alle Stricke reißen bleibt noch XFCE und KDE übrig. Hier sieht man einen großen Vorteil des Linux-Desktop: Das man sich bei Design-Revolutionen, die einem nicht gefallen, nicht nur die Möglichkeit hat, auf der alten Version zu bleiben, sondern man aus zahlreichen Alternativen wählen kann. Darum ist Unity gut für den freien Desktop: Alle Projekte strengen sich an, dem Nutzer das beste Erlebnis zu bieten, und am Ende überlebt das beste Konzept.

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Flattr und Open Source: Passt das zusammen?

In letzter Zeit erfolgte eine kontroverse Diskussion über den ubuntuusers-Planeten im Bezug auf die Frage, ob in jedem Beitrag Links zum Spendendienst flattr enthalten sein dürfen.

flattr will das Spenden stark vereinfachen. Wer sich bei flattr anmeldet, zahlt eine monatliche Gebühr. Anschließend kann diese Gebühr bei Blogs und anderen Websites gespendet werden, indem man auf den flattr-Button unter dem Blogpost klickt. Am Ende des Monats wird die Summe in soviele Stücke aufgeteilt, wie man den flattr-Button geklickt hat und auf die Blogger verteilt. am Besten erklärt es folgendes Video:

Man mag von flattr halten was man will, und es gibt im Netz viele Diskussionen darüber, ob flattr sinnvoll ist oder nicht, aber das soll gar nicht Thema dieses Beitrags sein. Fakt ist, dass es im Planeten einige Blogger gibt, die flattr benutzten und den flattr-Button auch im RSS-Feed eingebunden haben, sodass er dann auch im Planeten zu sehen ist. Dies kollidiert aber nach Meinung des ubuntuusers-Teams mit den Regeln (siehe Ikhaya-Eintrag):

„Werbung für Unternehmen, kommerzielle Produkte und Waren, Dienstleistungen, politische Parteien und extremistische Gruppierungen sowie Jobgesuche und -angebote sind nicht gestattet.“

Chris, der hinter dem Blog Linux und Ich steht (und dort hervorragende Artikel schreibt), gab daraufhin bekannt, dass seine Artikel zukünftig nicht mehr im Planeten erscheinen werden. In den Kommentaren entstand eine heftige Diskussion und auch Martin (der auch hervorragende Artikel schreibt) äußerte sich in seinem Blog darüber.

Einige Leute vergleichen Blogger, die flattr einsetzen, mit kostenpflichtigen Supportern, die sich auf Kosten der Community die Taschen vollstopfen und den Grundgedanken von Open Source untergraben würden, während andere es völlig in Ordnung finden, dass sich Menschen, die freiwillig Zeit investieren, um Content für die Community zu generieren, auch dafür entlohnt werden.

Im Grunde ist es eine ähnliche Diskussion wie damals vorm Release von Ubuntu 10.04. Dort hat Canonical das Design seiner Distribution radikal überarbeitet, dieser Umstand zusammen mit der Tatsache, dass mit Ubuntu auch weitere kostenpflichtige Dienste wie Ubuntu One angeboten werden, führten zu einer ähnlichen Diskussion mit ähnlichen Argumenten. Die Kernfrage lautet eigentlich: Kann man Freiheit und Kommerz vereinen?

Damals hatte ich auch schon einen Artikel darüber geschrieben und ich bleibe bei meiner Aussage: Ja, kann man! Viel zu oft wird von Befürwortern von Open Source betont, dass freie Software nicht mit Freibier gleichzusetzen sei, sondern mit Freiheit und man damit auch Geld verdienen könne (Red Hat sei hier als Beispiel genannt).

Wegen der GPL und anderen Lizenzen kann man freie Software nicht genauso wie proprietäre Software verkaufen, weswegen meist Geld mit Zusatzleistungen verdient wird, z.B Support, oder, im Falle von Canonical, mit zusätzlichen Diensten, bei dem man gegen Geld zusätzlichen Online-Speicher oder Musik erhält.

Bei den Blogbeiträgen ist es ähnlich: Jeder darf sie lesen, und oftmals stehen sie auch unter ein freien Lizenz wie Creative Commons, dass dem Nutzer das weiterverbreiten oder verändern der Inhalte erlaubt. Mit flattr, Paypal und anderen Spendendiensten besteht zusätzlich die Möglichkeit, dem Blogger für seine Arbeit zu danken und Geld zu verteilen. Die Einnahmen durch Spenden fallen nicht immer groß aus, wenn man Glück hat, reicht es, um die Serverkosten zu decken, aber von Geld verdienen im Stile eines kommerziellen Unternehmens kann keine Rede sein.

Anders wäre es, wenn Blogger ihre Beiträge hinter einer Paywall verstecken würden, d.h dass man sie nur gegen Geld lesen kann. Dies würde denn Open Source Gedanken widersprechen, weil die Arbeit nicht an die Community, sondern nur an einen Kreis von zahlenden Kunden weitergegeben wird. In diesem Falle muss man zahlen, im Falle von flattr kann man zahlen, wenn man will. Die Artikel an sich ist immer noch frei.

Ein anderer Punkt ist die Werbung. Hier könnte man wirklich eine Kollision mit der oben zitierten Regel sehen, denn flattr ist ein kommerzieller Dienst (behält schließlich 10% der Einnahmen), und ein flattr-Link ist indirekte Werbung für flattr – die Regeln verbieten jegliche Werbung. Wenn man diese Argumentationkette zuende denkt, müsste man viel mehr verbieten als nur flattr-Links. Wenn ein Blogger z.B seine Meinung über Ubuntu One schreibt, dann lesen viele Leute den Namen Ubuntu One, den Namen eines kommerziellen Dienstes, und der Name prägt sich unbewusst im Gedächtnis ein. Und wenn man irgendwann einen Cloud-Speicherdienst sucht wird man sich vielleicht an Ubuntu One erinnern und deswegen diesen Dienst nutzen – indirekt war das also Werbung. Blogger sind nunmal Multiplikatoren, weswegen viele Firmen auch Blogger auf ihre Angebote aufmerksam machen, weil sie genau wissen, dass ein Blog eine größere Reichweite haben kann als irgendeine Werbekampagne.

Man muss sich also überlegen, wo man die Grenze zieht. Würde man den Planet-Bloggern verbieten, den Namen von kommerziellen Projekten zu nennen, dann könnte man nur noch sehr eingeschränkt bloggen. Niemand könnte mehr bloggen, wie man seine Onboard-Grafik von Intel unter Ubuntu zum laufen kriegt, ohne (Negativ-)Werbung für Intel zu machen. Und über Aktionen wie das Humble Indie Bundle darf auch niemand mehr schreiben.

Die Regel zum Verbot von Werbung ist richtig und wichtig, niemand möchte, das Forum oder Planet mit Werbung vollgespamt werden, denn das wäre eine ziemliche Zweckentfremdung. Der Zweck von ubuntuusers.de ist es, anderen Menschen zu helfen – und darum ist die Intention eines Forenpostes oder eines Blogartikels wichtig. Wenn ein Artikel dazu dient, andere Ubuntu-Nutzer bei ihren Problemen zu helfen und nütztliche Informationen weiterzuverbreiten, dann ist der Artikel gut, auch wenn darin der Markenname irgendeines Produkt vorkommt. Dient der Artikel aber dazu, Werbung für ein bestimmtes Produkt zu machen und damit Geld zu verdienen, wie etwa ein Trigami-Review, dann hat der Artikel nichts im Planeten verloren.

Viele von Freiwilligen erzeugte Inhalte im Wiki, im Forum und im Planeten haben mir und vielen weiteren Usern schon weitergeholfen. Ich halte es nicht für verkehrt, wenn die Schreiber eine einfache Möglichkeit bereitstellen, ihnen für diese Inhalte zu danken. Niemand möchte sich an der Community bereichern, sondern es soll sichergestellt werden, dass die großartige Arbeit von Freiwilligen auch in der Zukunft bestehen kann. Wenn im Gegenzug dafür am Ende des Beitrags ein Link steht, der den Namen eines kommerziellen Dienstes trägt, dann ist das akzeptabel.

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Über die Balance von Stabilität und Aktualität in Ubuntu

Die Frage, ob stabile, aber ältere oder neuere, aber instabilere Pakete ausgeliefert werden sollen, beantwortet jede Distribution unterschiedlich. Bei Debian Stable kommt die Distribution raus, wenn sie fertig ist, und dann werden nur noch Bugfixes eingespielt, und das jahrelang. Bei Arch Linux hingegen wird auf einen Rolling-Release-Zyklus gesetzt, die Pakete werden ständig auf die jeweils aktuellste Version gehoben.

Ubuntu hingegen hat bisher einen Mittelweg praktiziert: Alle sechs Monate kommt eine neue Version raus, die zugehörigen Paketquellen werden eingefroren und wie bei Debian nur noch mit Bugfixes und Sicherheitsupdates versorgt, neuere Major-Releases der Programme gibt es erst in der nächsten Version. Bisher hat dies meiner Meinung nach recht gut funktioniert, wer tortzdem aktuellere Pakete wollte, der konnte Fremquellen benutzen.

Aber mittlerweile läuft da einiges schief. Beim aktuellen Release (das auch noch eine LTS ist) wurde etwa das Videoschnittprogramm PiTiVi integriert, dass sich immernoch in Entwicklung befindet und einige notwendige Features nicht beherrscht, teilweise noch viele Bugs hat. Hier gäbe es mit OpenShot eine ausgereiftere und stabilere Alternative. Dann wird KMS sowie Nouveau verwendet, ersteres führt bei mir zu einer langsamen Performace bei 3D, nach der Deaktivierung funzt die Performance wieder, dafür funktioniert GDM nicht mehr richtig (Blackscreen). Korrekterweise kommt Kernel 2.6.32 zum Einsatz, dafür werden Treiber und Features aus 2.6.33 zurückportiert. GIMP, ein erprobtes und zuverlässiges Programm, wird einfach entfernt (aus der Standardinstallation). Seit Lucid befindet sich auch Chromium in den Quellen, ein durchaus guter und vernünftiger Browser, leider im Beta-Status, die Version in den Paketquellen wird auch nicht geupdatet.

Jetzt lese ich hier bei OMG! Ubuntu!, dass F-Spot in 10.10 entfernt und stattdessen Shotwell eingesetzt werden soll. Über Shotwell habe ich schon einmal geschrieben, mir persönlich hat die Software gefallen. Allerdings ist die Software in einem noch frühen Stadium, so werden z.B keine PNGs unterstützt und es nicht möglich, Tags in die Metadaten zu schreiben, wodurch ein Wechsel zu einem anderen Programm mehr als schwierig wird. Gegen F-Spot spricht eigentlich nur die langsame Performance, was aber in Lucid bei mir besser geworden ist – könnte eine Nebenwirkung des Grafikkarten-Problems sein.

Ich bin der Meinung, dass man diese Strategie überdenken sollte: Ein Rolling-Release-Zyklus wäre wohl nicht so ideal, da Ubuntu ja halbwegs stabil und für den Endanwender geeignet sein will, und eine Debian-ähnliche Strategie würde die Distribution nicht interessant genug machen. Grundsätzlich finde ich die 6-Monate-Strategie gut, aber dann sollte man auch wirklich stabile Versionen in die Paketquellen legen und innerhalb der Support-Zeitraums aktualisieren, Aber Beta-Versionen in eine LTS zu integrieren und dann 3 Jahre lang diese Beta zu benutzen, ist quatsch. Die Entwickler des Programms werden wohl kaum diese Beta mit Sicherheitsupdates versorgen, wenn es schon eine neue Beta, RC oder vielleicht schon eine Final gibt.

Warum nicht die Backports besser ausnutzen? In die normalen Quellen kommt die jeweils aktuelle finale Version, während in den Backports die neuesten Versionen von beliebten Programmen bereitgehalten werden (so wollen viele Nutzer eine neue Firefox-Version benutzen, aber nicht aufs nächste Release warten). So könnte der Nutzer das Stabilitäts-Aktualitäts-Mischungsverhältnis ein wenig selbst justieren.

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Freiheit und Kommerz: Kann man das vereinen?

Die Bekanntgabe des neuen Designs für Lucid Lynx hat für rege Diskussionen in Foren und Blogs gesorgt. Das Thema erweiterte sich von der Diskussion über des Designs schnell zu der Frage, wie Canonical jetzt in Zukunft mit der Marke Ubuntu verfahren werde. Einige meinten, Parallelen zum Apfelkonzern zu sehen und dass Canonical die Prinzipien von Ubuntu, nämlich die Menschlichkeit gegenüber anderen, die Freiheit, die Offenheit, die Nächstenliebe, die Toleranz und der Gemeinsinn, verraten habe. Ich persönlich glaube weniger, dass die Welt so schwarzweiß ist, dass Canonical früher “gut” war und jetzt “böse” werde und man deshalb zu Debian oder einer anderen “guten” Distribution wechseln müsse.

Sicherlich sind einige wegen der größeren Freiheit zu Ubuntu gewechselt, die sie in ihrem vorherigen Betriebssystemen offenbar nicht fanden. Ich würde es mir heute auch zweimal überlegen, einen iPod touch zu kaufen. Schließlich schreibt mir Apple hier vor, welche Software ich zu installieren habe und kann selbige mit einer Kill-Switch-Funktion sogar remote löschen. Ich muss das Gerät unbedingt mit iTunes synchronsieren, das Upgraden der Firmware kostet Geld und das Downgraden ist jetzt auch nicht mehr so einfach. Und falls ich ein Programm für iPhone OS geschrieben hätte (wofür der Kauf eines Macs erforderlich gewesen wäre), so müsste ich Apple erst um Erlaubnis für die Veröffentlichung im App Store ersuchen.

Aber wenn man jetzt Apple und Canonical vergleicht, so fallen einem gewaltige Unterschiedene auf. Bei Canonical hat man – anders als bei Apple – die Wahl. Ubuntu ist Open Source. Ich kann es, so wie es ist, annehmen, inklusive der kommerziellen Bestandteile. Oder ich kann es verändern wie ich will, ich kann Ubuntu One, Ubuntu Software Center, Ubuntu One Music Store usw entfernen oder sogar Alternativprodukte entwickeln und anbieten, ohne dass ich irgendwas cracken muss oder dass ich verklagt werden kann. Und natürlich kann ich Ubuntu auf jeder Hardware benutzen. Ich kann mir sogar die Desktop-Oberfläche aussuchen und mehrere Programme gleichzeitig starten. Wow, ich habe sogar root-Rechte auf meinem eigenen System!

Dennoch kann man die Parallelen zu Apple nicht leugnen. Ansprechendes Design, schicke Hardware auf der Homepage, Cloud Computing, einen App Store, eine Musikverwaltung samt Musikstore. Einen Guru namens Mark Shuttleworth. Und man bekommt immer mehr das Gefühl, das Ubuntu als Komplettpaket gedacht ist, dass das Beste aus der Computer-Welt vereint und in perfekte Harmonie bringt. Ein Versprechen, welches auch Apple gibt. Wie wäre es also, wenn Ubuntu dieses Versprechen halten würde? Dann hätten wir, sagen wir mal, Apple in gut. Ich hätte mein Komplettpaket, wie bei Apple, nur das ich noch meine Freiheit dazu hätte. Wenn mir eine Komponente nicht gefällt dann kann ich sie austauschen.

Allerdings muss Canonical auch eine eigene Identität aufbauen. Wer in die Fußstapfen von anderen tritt, hinterlässt keine Spuren. Es gibt dutzende andere Linux-Distributionen und einen Haufen von Firmen, die versucht haben Apple zu kopieren. Und Firmen, die sowohl freie als auch proprietäre Software anboten gab es auch schon oft. Hier liegt es an Canonical, etwas innovatives, einzigartiges zu entwickeln. Das das nicht von heut auf morgen geht, ist klar. Und das Design muss auch noch entwickelt werden. Geben wir Canonical etwas Zeit und lassen die erst mal machen. Solange die Freiheit des User nicht durch irgendwelche Beschränkungen beschnitten wird und die kommerziellen Dienste optional sind, sehe ich sie auch nicht als Bedrohung an, sondern eher als willkommenes Angebot.

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Warnung vor Gloobus-PPA (Update)

Vor ~ 2 Wochen schrieb ich einen Artikel über Gloobus, eine Art Quick Look für Nautilus. Damals schrieb ich auch, dass eine gepatchte Version von Nautilus installiert wird. Das muss sein, denn sonst arbeitet Nautilus nicht mit Gloobus zusammen (ob man das programmiertechnisch nicht anders lösen könnte, lassen wir mal außen vor) <—— geht leider nicht, siehe Kommentare :-(

So weit, so gut. Gerade eben kam aber ein Update über die Paketverwaltung, für beide Programme. Allerdings erhielt das Nautilus-Update nicht nur den entsprechenden Patch, um die Zusammenarbeit mit Gloobus zu ermöglichen, nein, es überschreibt den installierten Nautlilus mit einer beschnittenen/vereinfachten Variante.

Nautilus_minimal

Diese Variante hat kein Menü und somit sind die viele Funktionen nicht erreichbar, auch ist es nicht möglich, den Dateipfad zu ändern oder die Ansicht zu vergrößern. Hallo? Keine Ahnung, wie die Betreiber zu dieser schwachsinnigen Entscheidung gekommen sind, aber ein PPA ist dazu da, mich mit neuer/in den Standard-Quellen nicht vorhandene Software zu versorgen und zwar nur ein PPA für eine Software. Wenn ich eine beschnittende Nautilus-Version will, dann installier ich mir die selber.

Um wieder auf den originalen Nautilus zu downgraden, geht in eure Paketverwaltung und deinstalliert erst gloobus-preview. Dann wählt ihr die Pakete nautilus, nautilus-data, libnautilus-extension1 sowie libnautilus-extension-dev aus und stellt unter Paket->Version erzwingen “jaunty-updates” ein. Und schmeißt den Gloobus-Eintrag aus eurer sources.list. Community-Seiten wie ubuntuusers.de warnen ja immer vor Fremdquellen, jetzt hab ich am eigenen Leib erfahren warum. Allerdings hat man als Betreiber einer Paketquelle auch eine gewisse Verantwortung, zu der auch gehört, dass man nicht einfach ungefragt Software installiert!

Ein Blogposting der Betreiber zu dem Thema gibt’s auch, dort kann man auch abstimmen, welche Variante in die Quellen soll. Bitte tut dies! Die Gloobus-Quelle ist schließlich in Ubuntu Tweak mit drin, und der arme User, der eigentlich nur eine neue Software ausprobieren wollte, wundert sich warum seine Menüleiste weg ist, ärgert sich und gibt die Schuld Ubuntu oder Linux generell.

#!&$grrrrr

Update: Mittlerweile verfügt die gepatchte Nautilus-Version wieder über eine Menüleiste, desweiteren lässt sich der Dateipfad wieder editieren.

nautilus_minimal_menu

Soweit ich das jetzt verstanden habe war das fehlen der Menüleiste nicht beabsichtigt, sondern nur ein Bug. Wie auch immer, mit dieser Version lässt sich jetzt vernünftig arbeiten, ohne auf Features verzichten zu müssen. Dennoch bin ich der Ansicht, dass man auf der Launchpad-Seite den Anwender über der veränderten Nautilus-Version informieren sollte, mir scheint jedoch, das dafür gar keine Eingabefelder vorgesehen sind…

Egal, falls sich durch meinen Post oben jemand auf den Schlips getreten fühlt (ich war einfach sauer, weil mein Datei-Manager zerschossen wurde), man möge es mir verzeihen :-)

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Statement zur Zensur-Debatte

Nach seinem Statement zur Killerspiel-Debatte stellte Karpfenschleuder ein weiteres Video online, indem er seine Meinung zur Zensur-Debatte äußert:

Wer mehr von Karpfenschleuder lesen/hören will, der findet hier seinen YouTube-Kanal, seine Homepage und seinen Twitter-Account.

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Pidgin speichert Passwörter unverschlüsselt

Bekannte Linux-Desktopumgebungen wie GNOME oder KDE bieten ja beide die Möglichkeit an, Passwörter in einem sogennanten Keyring abzulegen, welcher verschlüsselt ist. Pidgin nutzt diese Möglichkeit jedoch nicht:

pidgin_passwoerter

Unter ~/.purple legt Pidgin seine Einstellungen im XML-Format ab – was ja nichts ungewöhnliches ist – leider steht in der Datei accounts.xml das Passwort von jedem in Pidgin eingegebenen Konto im Klartext drin. Besser wäre es, Passwörter wie oben besagt im Keyring abzulegen oder zumindest den Nutzer darauf hinzuweisen. #fail

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Der Zensursula Song – gerockte Version

Nach dem ersten Zensursula Song (Zensi, Zensa, Zensursula) gibt’s jetzt auch eine gerockte Variante, die mehr meinen musikalischen Geschmack trifft:

[via apt-get update]

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Apple zählt Speicherplatz jetzt anders

Im letzten Entwicklerbuild von Apples kommenden Betriebssystem Mac OS X “Snow Leopard” werden nun keine Binärpräfixe mehr verwendet. 1 GB sind laut Finder jetzt 1000 MB statt 1024 MB. Apple will damit anscheinend denjenigen entgegen kommen, die sich nach dem Kauf einer 500 GB Festplatte wundern, warum sie nur 488,28125 MB nutzen können.

Eigentlich tanzen Bytes ja aus der Reihe. Bei allen anderen Einheiten wie z.B Gramm, Meter und Newton bedeutet Kilo, Mega und Giga immer 103, 106 und 109. Nur bei den Bytes heißt es eben 210, 220 und 230.  Allerdings arbeiten Computer nun mal binär und daher ist das jetzige System sinnvoller, unabhängig davon, was einfacher zu rechnen ist und was auf der Schachtel eines Datenträgers besser aussieht. Aktuell gilt 1 KB = 1024 Bytes, 1 MB = 1024 KB und 1GB = 1024 MB. Punkt.

Wenn man schon eine neue Speichereinheit ins Leben rufen will, dann sollte a) das standardisiert werden und b) einen anderen Namen haben als die jetzigen Einheiten. Das wäre sonst in etwa so, als würde ich einen quadratischen Tisch mit den Abmessungen 1×1 m bestellen, der Baumarkt versteht unter Meter allerdings etwas anderes und ich bekomme 1×1 m = 10×10 mm. Und jeder Baumarkt verwendet andere Einheiten (aber mit selben Namen)…Wer würde da noch durchblicken? Es gibt schon genug Probleme zwischen den einzelnen Plattformen, da brauchen wir nicht noch ein Problem extra.

[via Apfeltalk]

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