Getaggt mit Synchronisation

SpringBoard-Icons sortieren unter Linux mit sbmanager

Seit iTunes 9 existiert ja die Möglichkeit, die Icons des SpringBoards (das Hauptmenü von iPhone OS) per Drag&Drop direkt in iTunes zu ordnen. Mit der Maus geht die Neusortierung der Apps natürlich wesentlich schneller von der Hand als mit dem Finger auf dem kleinen iPhone-Bildschirm. Deswegen haben ein paar fleißige Jungs dieses Feature auch unter Linux verfügbar gemacht; das Programm sbmanger verwendet GTK+ und Clutter, unter der Haube werkelt imobiledevice – dieselbe Bibliothek, die auch schon das synchronisieren über GVFS ermöglichte. Unterstützt wird das iPhone und der iPod touch in allen Generationen, sogar das neue iPad ist dabei.

Um den sbmanager zu nutzen müssen erstmal – falls nicht schon geschehen – die grundlegenden Bibliotheken wie etwa libimobiledevice installiert werden. Dafür gibts ein PPA:

$ sudo add-apt-repository ppa:pmcenery/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get dist-upgrade
$ sudo apt-get install gvfs gvfs-backends gvfs-bin gvfs-fuse libgvfscommon0 libgvfscommon-dev ifuse libimobiledevice0 libimobiledevice-utils libimobiledevice-dev
$ sudo adduser $USER fuse

Jetzt noch in der Datei /etc/fuse.conf die Option user_allow_other auskommentieren und neustarten. Wenn ihr jetzt euer Gerät anschließt, müsste es zweimal auf dem Desktop erscheinen, einmal als Kamera und einmal als Musik-Player.

Es folgt die Installation von sbmanager. Hierfür benötigen wir ein zweites Mal das Terminal:

$ sudo apt-get install build-essential git-core checkinstall
$ git clone git://git.sukimashita.com/sbmanager.git
$ cd sbmanager
$ sh autogen.sh
$ make
$ sudo checkinstall

Checkinstall wirft hier noch eine Fehlermeldung raus, da die Versionsnummer nach den Richtlinien des Paketmanagers ungültig ist. Hier einfach die aktuelle 1.0.0 angeben. sbmanager ist jetzt als normales Ubuntu-Paket installiert, verfügt aber nicht über einen Eintrag im Anwendungsmenü. Deshalb muss es über die Konsole mit
$ sbmanager

gestartet werden. Und voilà:

Wenn man mit der Anordnung zufrieden ist, darf man nicht vergessen, mit dem grünen Haken die Änderungen zu speichern. Leider lassen sich nicht mehere Apps gleichzeitig markieren oder ganze Seiten verschieben. Modifikationen wie das Five Icon Dock machen keine Probleme.

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iPhone OS 3.x unter Linux synchronisieren – diesmal über GVFS

Hinweis: Ab Ubuntu 10.04 läuft alles out-of-the box. Der folgende Artikel hat nur für ältere Ubuntu-Versionen Relevanz.

Die Situation “iPhone und Linux” scheint sich immer mehr zu besssern. Anfangs benötigte es noch ein in einer virtuellen Maschine laufendes iTunes, dann gab es mit iFuse die Möglichkeit des Filesystemaccess. Schließlich konnte man endlich mit gtkpod sogar die iTunesCDB beschreiben – und so die normale Musikplayer-Applikation nutzen.

Jetzt ist bereits das Einbinden des iPhones über GVFS möglich. GVFS – ehemals GnomeVFS – ist die Schnittstelle von GNOME, um virtuelle Dateisysteme einzuhängen. Als Quelle kann ein ISO-Image, eine Samba-Freigabe, ein SSH-Tunnel, eine Digitalkamera und jetzt eben auch ein iPhone/ein iPod touch verwendet werden.

Gut, was bringt uns das jetzt? Hauptvorteil ist, dass man jetzt kein extra Programm mehr braucht, um das Gerät mit Musik zu befüllen. Man kann also Rhythmbox, Banshee oder einen anderen Musik-Player verwenden, also das Programm, was man auch sonst zum Musikhören und dem Downloaden von Podcasts benutzt. Weiterhin ist die Einrichtung jetzt wesentlich einfacher – es muss nichts mehr kompiliert werden, auch ein manuelles Einhängen des Geräts ist überflüssig.

Wer bereits meine Anleitung vom November durchgearbeitet hat, der sollte sie vollständig rückgängig machen, also alle Pakete wieder deinstallieren, das PPA entfernen, nach Konfigurationsleichen in /etc und ~/.config Ausschau halten usw.

Lasst uns loslegen. Die Geschichte beginnt, wie so häufig, mit einem PPA:

$ sudo add-apt-repository ppa:pmcenery/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get dist-upgrade
$ sudo apt-get install gvfs gvfs-backends gvfs-bin gvfs-fuse libgvfscommon0 ifuse libgpod-dev libgpod-common libiphone-utils libiphone0 python-iphone libplist++1 libplist-utils python-plist libusb-1.0-0 libusb-1.0-0-dev libusbmuxd1 usbmuxd

Nun fügen wir uns selbst zur Gruppe fuse hinzu:
$ sudo adduser $USER fuse

Jetzt muss noch eine Konfigurationsdatei bearbeitet werden:
$ sudo nano /etc/fuse.conf

Dort dann die Option user_allow_other auskommentieren (# entfernen). Nach einem Reboot ist die Sache schon gegessen. Ja, wirklich! Ihr braucht nur noch euer Gerät in die Hand zu nehmen, das Kabel zu packen und in den Dock-Connector zu stecken. Dann läuft auch schon die Synchronisation z.B über Rhythmbox an. Genial, oder? Sogar die Datei SysInfoExtended, die ihr vorher manuell anlegen musstest, wurde – zumindest bei mir – automatisch erstellt (ich hatte den Device-Order vorher mittels iFile gelöscht).

Leider werden bei mir, wenn ich über Rhythmbox synchronisiere, die Albumcover nicht mitsynchronisiert. Bei gtkpod ging es damals. Banshee hab ich schon probiert, doch wird dort der iPod leider nicht erkannt. Mal sehen ob ich das noch hinbekomme, ansonsten läuft alles prima.

[via Ubuntu-Geek]

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Conduit – Synchronisationszentrale für GNOME

Heutzutage besitzt ja eigentlich fast jeder einen Zweitrechner, ein Mobiltelefon, gefühlt hunderte von USB-Sticks und nutzt diverse Onlinedienste. Daten liegen jetzt immer als Duplikate auf verschiedenen Datenträgern und werden auch von verschiedenen Stellen aus geändert, was die Notwendigkeit der Synchronisierung ergibt.

Natürlich existiert für nahezu jedes Use Case irgendein Tool. Allerdings ist es sehr aufwändig, für die eigentlich gleiche Aufgabe, nämlich das Synchronisieren von Daten unterschiedliche Tools zu verwenden, bloß weil die Datentypen unterschiedlich sind. E-Mails und Termine synct man z.B mit Microsoft Exchange, Quelltexte mit Versionsverwaltungssystemen, Musik und Videos z.B mit iTunes oder gtkpod, Backups macht man mit rsync, seine Fotos veröffentlicht man mit z.B mit iPhoto, Firefox-Bookmarks werden mit Xmarks synchronisiert usw. Hier setzt Conduit an, Ziel ist es, alle Synchronisationsaufgaben in einer Anwendung verwalten zu können. Dabei sollen jedoch die normalen Anwendungen, die man sonst so benutzt, weiterverwendet werden, Conduit gibt nur eine Übersicht, das synchronisieren übernehmen sogar teilweise die Anwendungen selbst, sie werden lediglich über DBus angestupst.

Unter Ubuntu befindet sich Conduit in den Paketquellen.

$ sudo apt-get install conduit

Nach dem Start der Anwendung erhält man in seiner Sidebar Informationen über die vorhandenen Datenquellen. Dies kann bei jedem von euch variieren, je nachdem, was für Anwendungen ihr installiert habt. Mit Pfeilen wird dann verdeutlicht, was mit was synchronisiert wird.

In diesem Screenshot sieht man drei Synchronisationsgruppen: Einmal eine F-Spot Library, die sowohl mit Facebook als auch mit Flickr gesynct wird. Bei der zweiten Gruppe werden alle Dateien auf dem Desktop mit einem Box.net-Account synchronisiert und umgekehrt, während beim dritten alle Tomboy-Notizen mit Backpack-Notes in eine Richtung gespiegelt werden.

In der Titelleiste des Fensters steht allerdings nicht umsonst “Development Version”, denn die aktuelle 0.3.16 stellt lediglich eine Vorschau auf das da, was Conduit später mal können wird. Ich könnte mir Conduit als zenralen Synchronisationsdaemon vorstellen, der den eigentlichen Programmen die (Konfigurations-)Arbeit in punkto Synchronisation abnimmt. Im nächsten Schritt könnte man dann auch noch erfassen, ob die Daten auch für andere Leute einsehbar sind und wenn ja, für welche Leute genau. Am Ende hätte man dann eine vollständige Datenbank. mit der man den Überblick über alle seine Daten, die irgendwo bei irgendwem gespeichert sind behalten und verwalten kann. Gerade in der heutigen Zeit ist das sicher nicht von Nachteil ;-)

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iPhone OS 3.x-Geräte unter Linux mit gtkpod synchronisieren

Hinweis: Mittlerweile existiert eine einfachere Möglichkeit der Synchronisation, nämlich über GVFS.

Endlich endlich endlich. Wie lang haben wir, die Linux-Nutzer und iPhone/iPod touch Besitzer zugleich sind, darauf gewartet, unser Gerät mit dem nun gar nicht mehr so neuen iPhone OS 3.0/3.1 zu synchronisieren. Bisher musste man sich mit Lösungen wie PwnPlayer oder VirtualBox behelfen, doch dies hat nun ein Ende, denn jetzt lässt sich Musik mithilfe von gtkpod direkt in die iTunesCDB synchronisieren, was heißt, dass die Dateien mit den nativen Programmen “Musik” und “Videos” (“iPod” beim iPhone) abgespielt werden können, inklusive CoverFlow, Schüttelfunktionen usw, so, als würde man ganz normal mit iTunes syncen.

Der Hacker Marcan beschreibt in einem Blogeintrag, wie man mit den aktuellen iPhone-Linux-Bibliotheken das iPhone/den iPod touch mounten und Zugriff auf die iTunesCDB erlangen kann. Das ganze ist noch etwas frickelig, man muss einiges selbst kompilieren, und da hier die allerneuesten Alphaversionen eingesetzt werden, sind sicher noch etliche Bugs vorhanden.

Ich hab das ganze unter Ubuntu 9.10 “Karmic Koala” und einem iPod touch der 1.Generation mit OS 3.1.2 getestet und es funktioniert soweit super. Allerdings sollte man den Kram nur ausprobieren, wenn man bereits ein wenig Erfahrung mit Linux hat, da man hier leicht etwas kaputt machen kann. Es ist nicht unwahrscheinlich, das die hier aufgeführten Tools in der nächsten Ubuntu-Version (also Lucid Lynx) als Paket zur Verfügung stehen oder die Synchronisation out-of-box in Banshee, AmaroK oder Rhythmbox funktionieren wird. Einige Anmerkungen:

  • Installiert man die iPhone-Pakete über die Paketverwaltung, so sollte man nicht vergessen, auch die Development-Headers fürs kompilieren mitzuinstallieren, also die Dinge, die auf -dev enden.
  • Man sollte sein iPhone bereits einmal mit iTunes synchronisiert haben, damit eine iTunesCDB vorhanden ist.

Legen wir los. Als erstes braucht man natürlich die Standard-Tools, wie make, gcc und git, die man sich via apt-get besorgt:

$ sudo apt-get install build-essential cmake git-core checkinstall

Dann benötigen wir spezielle iPhone-Pakete. Für Ubuntu existiert eine Paketquelle. Unter System->Systemverwaltung->Software-Paketquellen fügt man folgenden Eintrag hinzu:
ppa:jonabeck/ppa

Nach einem
$ sudo apt-get update

kann man die iPhone-Tools installieren:
$ sudo apt-get install ifuse libiphone0 libiphone-dev libplist0 libplist-dev libusb-1.0-0 libusb-1.0-0-dev libusbmux0 libusbmux-dev

Und sicherstellen, dass der aktuelle User der Gruppe fuse zugehörig ist:
$ sudo adduser $USER fuse

Nun benötigen wir eine weitere Komponente: Die Bibliothek libgpod. Diese ist zwar in den Ubuntu-Quellen enthalten, allerdings nur in der Version 0.7.2. Deshalb müssen wir die Version 0.7.3 ohne unsere Kuschel-Paketverwaltung selbst kompilieren. Nach Entferunung der alten libgpod-Version…
$ sudo apt-get remove --purge libgpod4 libgpod-common

…kann die neue Version installiert werden:
$ git clone git://gitorious.org/~teuf/libgpod/teuf-sandbox.git
$ cd teuf-sandbox
$ CFLAGS="-g -O0" sh autogen.sh --prefix=/usr
$ make
$ sudo checkinstall

Hier gilt es, die Bildschirmausgaben genau zu lesen und fehlende Pakete über die Paketverwaltung nachzuinstallieren (nicht die Development-Headers vergessen!). Beim checkinstall-Assistent muss als Name “libgpod4″ und als Version “0.7.3GIT” angegeben werden.

Hat alles geklappt, sollte man jetzt sein Gerät anschließen und es mounten:

$ sudo mkdir /media/iPod
$ sudo ifuse /media/iPod
$ sudo mkdir /media/iPod/iTunes_Control/Device

Damit das iPhone bzw. der iPod mit gtkpod verwendet werden kann, muss noch die UUID herausgefunden werden:
$ lsusb -v | grep -i iSerial

Im Konsolen-Output sollte jetzt eine 40-stellige Nummer zufinden sein. Diese brauchen wir für den nächsten Befehl:
$ tools/ipod-read-sysinfo-extended <UUID> <mountpoint>

Wenn im Verzeichnis /media/iPod/iTunes_Control/Device die XML-Datei SysInfoExtended auffindbar ist, kann man gtkpod öffnen. Ist gtkpod noch nicht installiert, reicht ein
$ sudo apt-get install gtkpod

um sich das Programm auf die Platte zu holen. Nach dem Start euer Modell auswählen, Songs hinzufügen und auf “Änderungen sichern” klicken. Auf dem Bildschirm des iPhones bzw. des iPods sollte jetzt eine “Synchronisieren” Meldung erscheinen, wie man sie von iTunes her kennt. Nach dem Start des Musik-Players ließt er die Datenbank neu ein, hier muss man ein wenig Geduld haben. Dies liegt daran, dass die iTunesCDB eigentlich nur von iTunes zur Synchronisation verwendet wird. Intern verwendet der iPod eine SQLite-Datenbank.

Und jetzt heißt es abtanzen!

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Chromium OS in der VirtualBox testen

Im Web reden im Moment alle über Chromium OS. Sauschnell starten soll es, auf dem Linux-Kernel basieren und das nächste große Ding werden – made by Google. Das Betriebsystem besteht nur auf einem Chrome-Browser, mit dem man alle Aufgaben mithilfe von Webanwendungen erledigen soll, hauptsächlich auf Netbooks.

Hauptmerkmale von Chromium OS sollen sein:

  • Schnelligkeit: Das OS bootet  innerhalb weniger Sekunden, da ausschließlich SSDs untersüttzt werden und die Hardwareinitialisierung weggelassen wird
  • Sicherheit: Beim Booten wird sämtlicher Code überprüft. Stimmt er nicht mit der Signatur überein, so werden automatisch Kopien der betroffenen Komponenten aus dem Netz geladen und ersetzt (Verified Boot Process)
  • Webanwendungen: Normale Anwendungen soll es nicht geben. Alles findet im Web statt, alle Daten werden auf Google-Servern abgelegt. Mit dem Native Client können Webanwendungen auch hardwarebeschleunigt laufen

[mehr Infos]

    Klingt erstmal ziemlich futuristisch. Allerdings sollte sich jeder überlegen, ob man wirklich sämtliche Daten in fremde Hände geben möchte. Dadurch ist man total abhängig von Google und seinem Internetprovider, 1984 ist ein Witz dagegen. Und dieser Verified-Boot-Process ist für mich eher ein Sicherheitsverlust als ein Sicherheitsgewinn, da so völlig intransparent und ohne mein Wissen Betriebssystem-Komponenten upgedatet werden und was-weiß-ich für ein Code eingeschleußt werden kann. Weiterhin ist Chromium OS zwar Open Source, die Serveranwendungen von Google sind es jedoch nicht, und selbst wenn sie es wären habe ich auch kaum bis gar keine Kontrolle, was mit meinem Daten passiert. Besser wäre es, die Daten verschlüsselt hochzuladen, wie man das beispielsweise bei Dropbox machen kann (mit TrueCrypt).

    Auf der anderen Seite offeriert Chromium OS viele neue Möglichkeiten. Man hat keine Probleme mehr mit dem Synchronisieren von Daten, man muss sich keine Gedanken um Backups, Updates oder Malware machen, man kann leichter mit anderen kollaborativ zusammenarbeiten, da man Daten bei Bedarf einfach freizugeben braucht damit andere sie verwenden können. Somit eigentlich nur eine konsequente Weiterentwicklung der Arbeitsweisen, die wir schon heute im Web einsetzen. Egal wie’s kommt, einer wird immer dabei sein: Google.

    Wer nun also einen Blick auf Google Chromium OS werfen möchte, der kann sich über BitTorrent ein Image für VirtualBox oder VMWare ziehen. Dazu lädt man sich erstmal die Torrent-Quelldatei herunter:

    $ wget http://urlPass.com/4fuy

    Nachdem man sich das VMDK-Image mit seinem bevorzugten BotTorrent-Client heruntergeladen hat, kopiert man es sich (bei VirtualBox) nach ~/.VirtualBox/HardDisks. Nun nur noch eine Linux-2.6-Maschine erstellen, die VMDK-Datei als Festplatte auswählen und die Maschine starten.

    [via nodch.de]

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    5 Google Wave Einladungen zu vergeben

    Mittlerweile gehöre auch ich zum Kreis derer, die einen Google Wave Account besitzen. Wie bei jeder neuen Kommunikationsform wird auch Google Wave kontrovers diskutiert, die einen halten es für eine völlige Revolution, die anderen für einen extremen Auswuchs der Reizüberflutung den eh keiner braucht. Umso mehr freue ich mich, mir selbst eine Meinung bilden zu können.

    Zuerst einmal sei gesagt, dass Google Wave sehr AJAX-lastig ist. So braucht man einen Browser, der JavaScript schnell und gut genug verarbeiten kann (womit der IE rausfliegt). Weiterhin schreibt Google die Unterstützung von HTML5 vor (womit der IE nochmal rausfliegt). Allerdings fühlte sich selbst in Firefox 3.5, bei dem beide Voraussetzungen erfüllt sind, Google Wave um einiges zäher an als im Google Chrome, der hier seine Stärken richtig ausspielen kann. Wer trotzdem den IE nutzen will (was ja durchaus verständlich ist, der Browser an sich ist ja nicht schlecht) der muss sich das Google Chrome Frame Plugin installieren. Damit wird die Engine von Chrome einfach in die IE-Oberfläche geklebt.

    Zentraler Bestandteil von Google Wave ist – wer hätte das gedacht – die Wave. Eine Wave ist quasi eine Konversation, in der man alles reinwerfen kann, was die Teilnehmer, die zu der Wave eingeladen sind, wollen. Dies kann Text sein, Bilder, Videos, Termine, Karten, YouTube-Videos usw, der Funktionsumfang kann durch Extensions erweitert werden, was durch eine API für Entwickler erreicht wird.

    Hört sich gut an, oder? Richtig spektakulär ist es dann aber doch wieder nicht. Es ist eine Kombination der Dienste, die wir eigentlich eh schon nutzen, nur eben auf eine andere Art und Weise. Ob diese Art und Weise andere Kommunikationsformen erfolgreich ergänzen oder gar ablösen wird, wird nur die Zeit zeigen. Meiner Meinung nach steckt in Google Wave einiges an Potenzial, vor allem weil es eine offene Plattform ist und sich deshalb viele kreative Köpfe Gedanken machen werden, um Google Wave um Möglichkeiten zuu erweitern, an die die ursprünglichen Entwickler gar nicht gedacht haben. So könnte man darüber modernen Unterricht an Schulen und Unis durchziehen oder Wettkämpfe darüber abhalten (gibt’s nicht schon ein Schach-Plugin für Wave?).

    Andererseits merkt man dem Dienst den Beta-Status noch deutlich an. So stürzte mein Browser ab und zu ab (hier zahlt sich  die Aufspaltung der Tabs in einzelne Prozesse bei Chrome wirklich aus), Uploads funktionieren öfters nicht und bisher habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, den Papierkorb zu leeren.

    So gesehen lässt sich noch nicht sagen, wie gut Wave von der Bevölkerung  angenommen werden wird und zu welchen Kommunikationszwecken es verwendet werden kann. Beispielsweise lässt sich Google Wave nicht zur spontanen Kommunikation nutzen. Man braucht erstmal ne Wave, man muss sich auf ein konkretes Thema festlegen, und dann muss man die Leute auch noch einladen, bis man endlich loslegen kann. Um mal jemanden spontan eine Frage zustellen oder einen interessanten Link zukommen zu lassen, ist Google Wave also eher nicht geeignet. Dafür aber für kollaboratives Arbeiten desto mehr, denn alle relevanten Infos können zentral gespeichert werden, und man weiß genau, wer darauf Zugriff hat, und das hinzufügen neuer Teilnehmer ist auch kein Problem, da man den gesamten Kommunikationsverlauf auch im Nachhinein nachvollziehen kann.

    Kommen wir nun aber – endlich – zur Überschrift. Ich wurde nämlich direkt von Google eingeladen, weil ich mich vor Ewigkeiten mal auf irgendeine Warteliste gesetzt habe. Das hat zur Folge, dass ich 8 Personen einladen darf, die ebenfalls am geschlossenen Beta-Test teilnehmen dürfen. 5 Einladungen haue ich hier auf dem Blog raus. Schreibt einfach einen “will ich unbedingt haben” Kommentar, und hinterlegt eure E-Mail Adresse im dafür vorgesehenen Feld. Ich werde euch dann eine Einladung zukommen lassen. Wer zuerst kommt, wavet zuerst ;-) <- Alle Einladungen sind raus. Fröhliches Waven!

    Mein Google Wave ID lautet übrigens:

    fernmannblog [at] googlewave [dot] com

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    Giver – Dateien über das Netzwerk tauschen

    Dateien über’s Netzwerk getauscht hat sicher jeder schon mal. Sei es P2P über eine Netzwerkfreigabe oder über einen Homeserver. Doch was, wenn ein Freund oder Bekannter mit seinem Notebook zu Gast ist und man ihn einfach mal eine Datei rüberschicken will, ohne erstmal eine Freigabe zu erstellen oder ihn in vorhandene einbinden zu müssen?

    Für solche Fälle gibt es Giver. Giver sucht automatisch über Bonjour/Avahi nach Installationen im Netzwerk, auf denen ebenfalls Giver läuft und zeigt diese in einer Art Kontaktliste an. Dann braucht man einfach nur die Datei via Drag&Drop auf den gewünschten Rechner schmeißen, auf der Gegenseite poppt dann ein Fenster auf, und nach einem Klick auf “Accept” beginnt schon die Übertragung. Total simpel.

    Installiert werden kann Giver über die Ubuntu-Paketquellen:

    $ sudo apt-get install giver

    Für Windows ist hier ein Binärpaket verfügbar.

    Giver

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    Google Sync pusht jetzt auch E-Mails

    Im Februar schrieb ich bereits über den Google-Dienst “Google Sync”, mit dem ihr eure Kalendereinträge und Kontakte mit verschiedenen Endgeräten – unter anderem mit dem iPhone – synchronisieren könnt.

    Bisher waren Mails von der Funktion ausgenommen – die musste man über IMAP abrufen. Jetzt geht das ganze auch über Google Sync. Einfach das Google Mail Konto im iPhone löschen und im Google Sync Konto den Slider bei Mail setzen:

    Google_Sync_Mails

    Unterschied? Eure Mails werden jetzt nicht mehr in einem bestimmten Zeitintervall abgerufen (z.B 15 Minuten) sondern ihr bekommt augenblicklich eine Benachrichtigung, wenn ein Mail eintrifft. Push eben.

    [via Apfeltalk]

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    Dropbox Guru werden

    Kleiner Tipp am Rande: Bei Dropbox könnt ihr ja euren Speicher von den kostenlosen 2 GB auf 5 GB aufrüsten, indem ihr Freunde zu Dropbox einladet. Zusätzlich 250 MB kriegt ihr noch, wenn ihr Dropbox Guru werdet. Dazu einfach die Schritte hier abarbeiten.

    Dropbox_GettingStarted

    Dann werdet ihr folgende Meldung bekommen:

    DropBox_Guru

    Komischerweise wird bei mir Schritt 4 nicht als completed angezeigt, obwohl ich ihn durchgeführt habe. Dual-Boot zählt wohl nicht. Egal, ich hab meine 250 MB trotzdem.

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    iPod touch ohne iTunes unter Linux synchronisieren mit iFUSE und PwnPlayer

    Deswegen müssen wir das Programm iFUSE benutzen, welches auf FUSE (Filesystem in Userspace) aufbaut. iFUSE erlaubt nämlich den Zugriff auf den iPod touch via USB. Selbstkompilieren müssen wir iFUSE nicht, da die Entwickler für einige Distributionen Paketquellen aufgesetzt haben. Für Ubuntu 9.04 “Jaunty Jackalope” wäre folgende Repo die richtige

    deb http://ppa.launchpad.net/jonabeck/ppa/ubuntu jaunty main

    Vor der Installation noch schnell den GnuPG-Schlüssel importieren und die Paketquellen neu einlesen:

    $ sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com F0876AC9
    $ sudo apt-get update

    Dann kann es auch schon losgehen:

    $ sudo apt-get install ifuse

    Damit iFUSE und allgemein FUSE funktioniert, muss der aktuelle User Mitglied in der Gruppe fuse sein:

    $ sudo adduser $USER fuse

    Gegebenenfalls muss man jetzt noch einen Reboot durchführen. Nach einem Anschließen des iPods sollte er automatisch unter /media/iPod gemountet werden:

    iPod_iFUSE

    Im Ordner Music schmeißen wir jetzt unsere Musik rein, und in Playlists die Playlisten. Ich versuch grad Banshee zu verklickern, /media/iPod als MP3-Player zu erkennen, damit man nicht alles manuell machen muss. Wenn jemand weiß wie das geht, raus damit :)

    Schließlich ist nur noch die Installation des Programms Pwn Player Lite (Achtung: der “normale” PwnPlayer funktioniert noch nicht unter OS 3.0) durchzuführen. Sollte der Pwn Player Lite nicht starten, so müssen die Konfigurationsdateien unter ~/Library/PwnPlayer gelöscht werden. Am Ende sollte es so aussehen:

    iPod_PwnPlayer

    Die Verbindung kann man dann wieder mit

    $ sudo umount /media/iPod

    trennen. Homescreen-Icons, wie Musik und Videos (iPod beim iPhone) könnt ihr entweder über BossPrefs/SBSettings verstecken oder einfach ganz hinten auf einem unbenutzten Homescreen schieben.

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