Getaggt mit Virtualisierung

VirtualBox 3.1 erschienen

Sun hat mal wieder ein Major-Update für die beliebte Virtualisierungssoftware VirtualBox rausgebracht. Neu sind diesmal die Teleportations. Damit ist  es möglich, eine VM von einem Host auf einen anderen Host im Netzwerk über TCP/IP “rüberzubeamen”. Allerdings gibt es da ein paar Einschränkungen, die man der Manual entnehmen kann. VMs können nun auf beliebige Snapshots zuückgesetzt werden und nicht nur auf den letzten, die 2D-Beschleunigung des Hosts wird beim Abspielen von Videos bei Windows-Gastsystemen benutzt und die Performance bei PAE und x86_64 Systemen wurde verbessert. Weiterhin wird EFI experimentell unterstützt (nein, Mac OS X lässt sich damit nicht als Gastsystem nutzen).

[vollständiger Changelog]

Kurzum, VirtualBox hat wieder einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. Als ich VirtualBox das erste mal ausprobierte gehörte es noch zu InnoTek und trug die Versionsnummer 0.4. Hier macht sich die Evolution deutlich bemerkbar.

Um VirtualBox unter Ubuntu zu nutzen, muss erst Suns Paketquelle sowie der passende GnuPG-Key zinzugefügt werden:

$ sudo -s
# echo 'deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian karmic non-free' >> /etc/apt/sources.list.d/virtualbox.list
# wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | apt-key add -
# apt-get update
# apt-get install virtualbox-3.1
# adduser $USER vboxusers
# exit

Wenn bereits eine ältere VirtualBox-Version über diese Quelle installiert wurde, dann wird diese durch die neue Version ersetzt. Die bereits vorhanden VMs bleiben natürlich erhalten, da sie ja in ~/.VirtualBox abgelegt werden. Die Gasterweiterungen müsst ihr übrigens neu installieren, falls ihr die neuen Funktionen nutzen wollt.

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Chromium OS in der VirtualBox testen

Im Web reden im Moment alle über Chromium OS. Sauschnell starten soll es, auf dem Linux-Kernel basieren und das nächste große Ding werden – made by Google. Das Betriebsystem besteht nur auf einem Chrome-Browser, mit dem man alle Aufgaben mithilfe von Webanwendungen erledigen soll, hauptsächlich auf Netbooks.

Hauptmerkmale von Chromium OS sollen sein:

  • Schnelligkeit: Das OS bootet  innerhalb weniger Sekunden, da ausschließlich SSDs untersüttzt werden und die Hardwareinitialisierung weggelassen wird
  • Sicherheit: Beim Booten wird sämtlicher Code überprüft. Stimmt er nicht mit der Signatur überein, so werden automatisch Kopien der betroffenen Komponenten aus dem Netz geladen und ersetzt (Verified Boot Process)
  • Webanwendungen: Normale Anwendungen soll es nicht geben. Alles findet im Web statt, alle Daten werden auf Google-Servern abgelegt. Mit dem Native Client können Webanwendungen auch hardwarebeschleunigt laufen

[mehr Infos]

    Klingt erstmal ziemlich futuristisch. Allerdings sollte sich jeder überlegen, ob man wirklich sämtliche Daten in fremde Hände geben möchte. Dadurch ist man total abhängig von Google und seinem Internetprovider, 1984 ist ein Witz dagegen. Und dieser Verified-Boot-Process ist für mich eher ein Sicherheitsverlust als ein Sicherheitsgewinn, da so völlig intransparent und ohne mein Wissen Betriebssystem-Komponenten upgedatet werden und was-weiß-ich für ein Code eingeschleußt werden kann. Weiterhin ist Chromium OS zwar Open Source, die Serveranwendungen von Google sind es jedoch nicht, und selbst wenn sie es wären habe ich auch kaum bis gar keine Kontrolle, was mit meinem Daten passiert. Besser wäre es, die Daten verschlüsselt hochzuladen, wie man das beispielsweise bei Dropbox machen kann (mit TrueCrypt).

    Auf der anderen Seite offeriert Chromium OS viele neue Möglichkeiten. Man hat keine Probleme mehr mit dem Synchronisieren von Daten, man muss sich keine Gedanken um Backups, Updates oder Malware machen, man kann leichter mit anderen kollaborativ zusammenarbeiten, da man Daten bei Bedarf einfach freizugeben braucht damit andere sie verwenden können. Somit eigentlich nur eine konsequente Weiterentwicklung der Arbeitsweisen, die wir schon heute im Web einsetzen. Egal wie’s kommt, einer wird immer dabei sein: Google.

    Wer nun also einen Blick auf Google Chromium OS werfen möchte, der kann sich über BitTorrent ein Image für VirtualBox oder VMWare ziehen. Dazu lädt man sich erstmal die Torrent-Quelldatei herunter:

    $ wget http://urlPass.com/4fuy

    Nachdem man sich das VMDK-Image mit seinem bevorzugten BotTorrent-Client heruntergeladen hat, kopiert man es sich (bei VirtualBox) nach ~/.VirtualBox/HardDisks. Nun nur noch eine Linux-2.6-Maschine erstellen, die VMDK-Datei als Festplatte auswählen und die Maschine starten.

    [via nodch.de]

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    iPhone/iPod touch unter Linux mithilfe von VirtualBox synchronisieren

    So schick die portablen iProdukte aus dem Hause Apple auch sind, eine Macke bleibt: Die Zwangsehe mit iTunes. Jeden MP3-Player vom Aldi kann man als Dateisystem einhängen, nur mit dem iPod geht das nicht. iTunes ist für jegliche Sychronisierung Pflicht. Weil einige aber iTunes nicht benutzen möchten oder können (weil es z.B auf ihrem OS nicht läuft), wurden in der Vergangenheit zahlreiche Bibliotheken und Programme geschrieben, mit denen man den iPod auch ohne iTunes synchronisieren kann (gtkpod z.B). Mit ‘normalen’ iPods funktioniert das ganz gut, nur für’s iPhone und für den iPod touch existiert noch keine vernünftig funktionierende Lösung. Das liegt daran, das Apple bei den zuletztgenannten anscheinend eine anderes, proprietäres, zusätzlich verschlüsseltes Übertragungsprotokoll verwendet, was bis dato noch nicht vollständig entschlüsselt werden konnte. Zusätzlich hat Apple mit Firmware 3.0 sein Datenbankformat komplett verändert, wodurch alle Erfolge, die sich bisher abgezeichnet haben, zunichte gemacht wurden. Also führt an iTunes momentan kein Weg vorbei. (Update 18.12.2009: Der Weg über die VM ist jetzt unötig. Stattdessen kann der iPod über GVFS angesprochen werden.)
    Leute wie ich, die Linux benutzen, möchten aber ihr Gerät trotzdem synchronisieren. Da iTunes weder nativ noch unter Wine läuft, gibt es nur noch eine Möglichkeit, eine virtuelle Maschine mit gemeinsamen Ordnern. Diese Lösung ist zwar unhandlig, funktioniert aber.
    Vorraussetzungen

    • Ubuntu 9.04 (sollte auch mit anderen Distris funktionieren)
    • Windows-Installations-CD, XP (läuft eventuell auch mit Vista)
    • VirtualBox 3.0, Closed Source Version
    • VirtualBox 3.0 Gasterweiterungen
    • iTunes 8.2
    • und natürlich ein iPhone oder einen iPod touch :)

    Installation von VirtualBox
    Von VirtualBox existieren zwei Versionen: Eine Closed Source Variante, welche alle Features enthält, und eine Open Source Variante, welche um ein paar Features ärmer ist. Diese paar Features beinhalten leider den USB-Support, welchen wir benötigen, um das iPhone mit iTunes zu verbinden. Deswegen muss die Closed Source Verison eingesetzt werden, welche allerdings nicht in den Ubuntu-Quellen enthalten ist. Glücklicherweise bietet Sun eine eigene Paketquelle an (für andere Ubuntu-Versionen siehe hier):

    deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian jaunty non-free

    Nun benötigen wir noch den GPG-Key:

    $ wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | sudo apt-key add -

    Nun installieren wir das Paket virtualbox-3.0 und fügen uns selbst der Gruppe vboxusers hinzu:
    $ sudo adduser $USER vboxusers

    Nach einem Reboot lässt sich VirtualBox unter Systemwerkzeuge>Sun VirtualBox starten.
    Windows und iTunes installieren
    Ich werde an dieser Stelle nicht beschreiben, wie man Windows oder iTunes installiert. Letzeres sollte jeder selbst hinbekommen, falls jemand bei ersteren Hilfe benötigt, so kann er Google bemühen. Es gibt genügend tolle Anleitungen die das ausreichend beschreiben. Machen wir also beim Erstellen eines gemeinsamen Ordners weiter.
    Gemeinsamen Ordner erstellen
    Zuerst installieren wir die Gasterweiterungen mit Geräte>Gasterweiterungen installieren. Reboot tut gut. Dann rechtsklicken wir in der Statusleiste auf das Ordner-Symbol und hängen damit unser Homeverzeichnis unter Windows ein. Anschließend in der Windows-Konsole mit
    net use x: \\vboxsvr\$Name

    dem geteilten Verzeichnis einen Laufwerksbuchstaben zuweisen ($Name durch den Namen ersetzen, den ihr im vorhergehenden Dialog eingegeben habt). iTunes starten und unter Bearbeiten>Einstellungen>Erweitert den Pfad der iTunes Library auf unser neues Laufwerk lenken. Haken bei der Checkbox Beim Hinzufügen zur Mediathek Dateien in den iTunes-Musikordner kopieren raus, sonst kopiert er den Kram sonstwohin. Dann mit Datei>Ordner zur Mediathek hinzufügen die Daten einlesen.
    Mounten des iPods
    Jetzt das iPhone anschließen und über das USB-Symbol in der Statusleiste das iPhone mit der virtuellen Maschine verbinden. iTunes erkennt es und beginnt mit dem Sync.

    itunes_vm

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    Endlich: 3D für VirtualBox

    Sun hat heute Version 3.0 seiner Virtualisierungslösung VirtualBox veröffentlicht. Ein großer Meilenstein ist die hinzugefügte Unterstützung für OpenGL und Direct3D, wodurch es möglich ist (ältere) Spiele und 3D-Anwendungen in der VM auszuführen. Damit dies funktioniert benötigt ihr VirtualBox ab Version 3.0, die Gasterweiterungen ab Version 3.0 (wenn ihr eine 2.x-Maschine verwendet, müsst ihr die Erweiterungen erneut installieren) und die 3D-Komponente, welche ihr beim Installationsassistenten der Gasterweiterungen aktivieren könnt. Danach den Gast neu starten und sofort könnt ihr die 3D-Fähigkeiten der Grafikkarte eures Hosts auch im Gastsystem nutzen.

    assaultcube_virtualbox

    Dieser Screenshot zeigt AssaultCube 1.0.2, welcher OpenGL verwendet und unter freier Lizenz steht. Wichtig ist, dass ihr die Mauszeigerintegration deaktiviert, weil ansonsten die Steuerung nicht funktioniert, da sich der Mauszeiger dauernd aus dem VM-Fenster heraus bewegt.

    Wie immer gibt es VirtualBox für Windows, OpenSolaris&Solaris, Mac OS X und Linux.

    [Download] [Changelog]

    Nachtrag: Für die Installation unter Ubuntu 9.04 folgende Paketquelle hinzufügen:

    deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian jaunty non-free

    Dann mit

    $ wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | sudo apt-key add -

    den GPG-Schlüssel für die Quelle hinzufügen und mit
    $ sudo apt-get install virtualbox-3.0

    VirtualBox schließlich installieren. Anschließend muss der eigene Benutzer zur Gruppe vboxusers hinzugefügt werden:
    $ sudo adduser $USER vboxusers

    Nach einem Reboot kann VirtualBox dann über Anwendungen->Systemwerkzeuge->Sun VirtualBox gestarten werden.
    Nachtrag 2: In der Linux-Version von VirtualBox 3.0 existiert momentan ein Bug, in dem das Fenster einer virtuellen Maschine transparent wird, wenn man gleichzeitig Compiz laufen hat. Dadurch kann man kaum was erkennen und VirtualBox lässt sich praktisch nicht benutzen. Ersetzt man unter System->Einstellungen->Hauptmenü>Systemwerkzeuge>Sun VirtualBox>Eigenschaften den Befehl durch
    env XLIB_SKIP_ARGB_VISUALS=1 VirtualBox

    und startet daraufhin neu, so wird der Bug – zumindest bei mir – behoben. (Quelle)

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